Information zu Strahlendosen

Infoseite - 15 März, 2011
Die folgende Tabelle liefert Informationen über die Auswirkung von Strahlendosen - sie zeigt Vergleichsmaßstäbe auf.
Auswirkungen von kurzzeitig hohen Strahlendosen
effektive Dosis [mSv] Auswirkungen auf den Menschen
500 - 1.000 Veränderungen des Blutbilds, Hautrötungen, vereinzelt Übelkeit, Erbrechen, sehr selten Todesfälle
1.000 - 2.000 Nachteilige Wirkungen auf das Knochenmark, Erbrechen, Übelkeit, schlechtes Allgemeinbefinden, etwa 20%ige Sterblichkeit
ab 4.000 Schwere Einschränkungen des Allgemeinbefindens sowie schwere Störungen der Blutbildung, Infektionsbereitschaft stark erhöht, 50%ige Sterblichkeit
ab 6.000 Überlebensrate nur noch sehr gering
über 7.000 Nahezu 100%ige Sterblichkeit

 

Maßstab: 1 mSv = 1 Millisievert

 

Details zum besseren Verständnis:
Bei 400 Millisievert pro Stunde ist bei dauerhaft gleichbleibender Aussetzung die tödliche Dosis (7000 miliSv) in 17,5 h erreicht.

In den Nachrichten über die Katastrophe in Japan wurde in der anfänglichen Informationsflut meist kein Durchschnittswert kommuniziert, sondern nur punktuell hohe Messungen herangezogen. Dadurch war davon auszugehen, dass die stündliche Durchschnittsdosis unter den Angaben liegt.

Weiters schwankten die anfänglich angegebenen Werte der japanischen Nuklearkatastrophe stark: zwischen 1 MilliSievert bzw. 8 Millisievert pro Stunde (TEPCO), 30 Millisievert pro Stunde bzw. 100 Millisievert pro Stunde (Edano, Regierungsangaben) und 400 Millisievert pro Stunde (Nachrichtenagentur Kyodo).

Durch eine Evakuierung ist man nicht stundenlang dieser Dosis ausgesetzt. Ebensowenig bewirkt der Durchzug einer Wolke nicht, dass man der Dosis über Tage ausgesetzt wird.

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