Plutoniumtransporte –
Gift auf Reisen

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Plutonium ist einer der gefährlichsten Stoffe der Welt. Es entsteht als hochgiftiges und radioaktives Nebenprodukt der Energiegewinnung in Atomkraftwerken.

Wer nur ein Millionstel Gramm – ein kaum staubkorngroßes Teilchen – der Substanz einatmet, kann daran sterben. In der Natur kommt der Stoff nur in geringsten Mengen vor, wird aber künstlich hergestellt, weil man damit Bomben bauen kann. Je nach Reinheitsgrad reichen für eine Atombombe bereits fünf Kilogramm. Bis zum Beginn der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatten die Reaktoren weltweit bereits rund 300.000 Kilogramm erbrütet. Jährlich kommen etwa 20.000 Kilo hinzu.

Genau dieser Stoff wird zu Land und zu Wasser um den ganzen Erdball herum transportiert. Legendär sind die Castor-Transporte, bei denen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und entsprechenden Kosten abgebrannte Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufbereitung nach La Hague (Frankreich) oder Sellafield (Großbritannien) gebracht werden. Erst vergangenen Mai hat ein Frachter die größte Menge wiederaufbereiteten Mülls aller Zeiten von Frankreich nach Japan gebracht. Nicht auszudenken, was ein Unfall auf See bedeuten würde.

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