Atomunfälle

Infoseite - 2 April, 2011
Tschernobyl – das Ende der Naivität, das andere Gesicht einer hoffnungsvollen Technologie, Synonym für die Tatsache, dass Menschen immer Fehler machen werden.

© Greenpeace / Robert Knoth

Bis zum 26. April 1986 galt der sogenannte Super-Gau als nahezu unmöglich, als Hirngespinst von Schwarzmalern. Doch dann explodierte und brannte der Reaktor vier und der radioaktive Fallout verbreitete sich über halb Europa. 25 Jahre später, im März 2011, kam es in Japan in Folge eines schweren Erdbebens, zu einem atomaren Notstand. Auch diese Katastrophe rund um den AKW-Standort Fukushima wurde, nach einigem Zögern, als Super-Gau eingestuft.

Oft nicht bewusst ist: die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima sind nicht die einzigen.
Hier nur ein paar Beispiele: Der 1.700 Kilometer von Moskau entfernte russische Ort Mayak wird im Jahr 1957 zum Schauplatz einer gigantischen Reaktorkatastrophe, bei der etwa 1.000 Menschen sterben und etwa 270.000 Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ebenfalls 1957 gerät in der berüchtigten englischen Wiederaufbereitungsanlage Windscale, heute Sellafield, ein Gas-Graphit-Reaktor in Brand. 500 Quadratkilometer Land werden radioaktiv verseucht.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, von Three Mile Island im Jahr 1979 bis Tokaimura im Jahr 1999. Denn eines wird Atomkraft nie sein – sicher.

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