25 Jahre Tschernobyl

Weltweit wird gegen Atomkraft protestiert!

Infoseite - 25 April, 2011
Vor 25 Jahren explodierte um 1:23 Nachts der Reaktor in Tschernobyl. Rund um die Welt gedenken Greenpeace-Aktivisten an diese Katastrophe und fordern ein Ende der Atomkraft und einen Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Nur abschalten ist sicher!

25 Jahre nach dem Supergau in Tschernobyl sind in den abgeschiedenen Dörfern der Ukraine kontaminierte, verstrahlte Lebensmittel nachwievor Teil des täglichen Lebens. Die Menschen haben keine andere Wahl.

Die Radioaktivität, die durch die Explosionen im Kernkraftwerk von Tschernobyl freigesetzt wurde verursachte in vielen betroffenen Ländern schwere Probleme. In der Ukraine wurden 18.000 km² landwirtschaftliches Land radioaktiv verstrahlt. Zudem sollen schätzungsweise 40% der gesamten ukrainischen Waldfläche, insgesamt etwa 35.000km² verseucht worden sein.

Lebensmittel und Umgebung in den verstrahlten Gebieten wurden regelmäßig überprüft - bis ins Jahr 2009. Jetzt - 2011, war Greenpeace wieder vor Ort und führte unabhängige Messungen durch. Der Gehalt von Cäsium 137 in Milch überstieg das erlaubte Limit für Kinder um das 1,2 - 16,3-fache.

 

Verstrahlte Dörfer

© Robert Knoth / Greenpeace

Beim Atomunfall in Tschernobyl wurden große Mengen von Radioaktivität freigesetzt. Riesige Landstriche in den heutigen Staaten Ukraine, Weissrussland und Russland wurden verseucht. 25 Jahre später kümmert sich die Welt kaum noch darum.

Doch radioaktive Verseuchung verschwindet nicht über Nacht. Im März 2011 schickte Greenpeace ein Forscherteam in die Ukraine um Nahrungsproben zu prüfen. Aus den Ergebnissen dieser kleinen Pilot-Untersuchung geht hervor, dass wichtige Nahrungsmittel, die aus der betreffenden Gegend stammen, noch heute radioaktiv belastet sind.

© Robert Knoth / Greenpeace

Insgesamt wurden 114 Nahrungsmittelproben untersucht, alle entweder auf öffentlichen Märkten eingekauft oder von Bauern aus der Gegend zu diesem Zweck gespendet.

Die Studie konzentrierte sich auf verschiedene Gegenden der Ukraine, wo die Regierung bei ihren Kontrollen in der Vergangenheit Verstrahlung festgestellt hatte. Während die Studie keineswegs den Anspruch auf umfassende Beschreibung der Nahrungsmittel-Verstrahlung durch Radionukleide im ganzen Land oder in einem bestimmten Teil der Ukraine erhebt, so vermittelt sie dennoch einen gewissen Einblick in die aktuellen Probleme mit verschiedenen Gruppen von Nahrungsmitteln. Bei diesen handelt es sich durchwegs um wichtige Bestandteile der Grundnahrung der Bevölkerung in den durch den Unfall von Tschernobyl 1986 verstrahlten Gebieten.

© Robert Knoth / Greenpeace

Radioaktivität ist unsichtbar. Zahlreiche Bewohner in den betroffenen Gegenden aßen so wie sie es gewohnt waren, weiterhin Früchte und Gemüse, Fische, Pilze und Beeren sowie andere Nahrungsmittel aus den betroffenen Gegenden. Sie nahmen dabei zwei bis fünf Mal mehr radioaktive Elemente zu sich, als der behördliche Grenzwert erlaubte.

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