Eine unfinanzierbare Technologie

Infoseite - 3 Februar, 2011
Atomstrom gilt gemeinhin als billig. Doch das ist ein reiner Mythos, denn: Atomkraft ist teuer.

Aktivisten aus der Slowakei und Österreich bemalen die drei Meter hohe Betonmauer rund um das slowakische Atomkraftwerk Mochovce (1994).

© Greenpeace / Waltraud Geier

Das fällt nur deshalb nicht so auf, weil die Betreiber nur einen Bruchteil der Kosten übernehmen und weil hohe Systemkosten verschwiegen werden. Die Entwicklung und der Bau neuer genauso wie das Abwracken alter Anlagen verschlingen Unsummen und sind nur durch großzügige staatliche Förderungen "rentabel". Nicht die Technologie selbst ist also billig, sondern Atomenergie wird mit Unmengen an Steuergeldern subventioniert. Alleine in Deutschland flossen seit 1950 mehr als 200 Mrd. Euro an Steuergeldern in die Atomenergie.

Haftungsfragen werden gar nicht erst mitkalkuliert, weil kein Energieversorger die Folgen eines Unfalls finanzieren könnte. Also springen die Staaten ein. Oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE bzw. EBRD), die mit einigen Hundert Millionen Euro eine neue Schutzhülle für das Wrack in Tschernobyl finanziert. Das ist übrigens alles Steuergelder. Bei den Kosten für Photovoltaik oder Windstrom ist eine Haftpflichtversicherung übrigens bereits mit eingerechnet.

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