Uranminen

Infoseite - 3 Februar, 2011
Uranminen dienen als Lagerstätten für den Uranabbau. Dabei wird aus Uranerz durch physikalische und chemische Verfahren das Uran herausgelöst.

Arlit in Niger, in der Nähe zweier Uran-Minen, die durch die französische Firma AREVA geführt werden.
Ein Greenpeace-Team untersucht die Gegend auf erhöhte Radioaktivität.

© Greenpeace / Philip Reynaers

Bei gleichbleibendem Uranbedarf reichen die Uranvorkommen noch etwa vierzig Jahre. Hinterlassenschaften des Uranabbaus wie Abfalldeponien, Absetzseen oder Abraumhalden stellen betroffene Regionen vor langjährige massive Umweltprobleme. Vor allem das Giftgas Radon, ein Zerfallsprodukt des Urans, ist farb- und geruchlos und entweicht aus den Deponien. Radon führt zu einem deutlich erhöhten Lungenkrebsrisiko.

Was passiert beim Uranabbau?
Da die Konzentration von Uranerz meist sehr niedrig ist, müssen für die Gewinnung von Uran große Gesteinsmengen abgebaut werden. Bei einem durchschnittlichen Uran-Gehalt des Gesteins von 0,1 % ist 99,9 % des Gesteins Abfall. Die Folgen sind desaströs für Umwelt und Menschen: Große Mengen radioaktiv und chemisch verseuchter Grubenabwässer werden in die nächstliegenden Flüsse und Seen gepumpt. Bei Stilllegung von Uranbergwerken werden diese einfach geflutet, radioaktiv und mit Schwer­metallen verseuchte Grubenabwässer gelangen so ins Grundwasser. Bergarbeiter, die im Uranabbau tätig sind, werden einer hohen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt.

Uranabbau ist CO2-intensiv und teuer
Nach Berechnungen des Öko-Instituts in Deutschland entstehen pro Kilowattstunde Atomstrom je nach Herkunft des Urans bis zu 61 Gramm Kohlendioxid – in Deutschland sind es derzeit 31 Gramm. Das ist zwar deutlich weniger als bei Kohlestrom, doch Windräder liegen klar darunter. Sogar mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerke können konkurrieren, wenn außer dem Strom auch die Wärme genutzt wird, die bei Atomkraftwerken in den Kühltürmen verpufft.

Die Menge an hochwertigem Uran geht mit jedem Jahr zurück, gleichzeitig wird – ähnlich wie bei Erdöl – der Abbau immer kostenintensiver. Mit der sinkenden Qualität des geförderten Erzes schnellen nicht nur der Wasser- und Energieverbrauch oder die Menge der schädlichen Rückstände in die Höhe, sondern auch die Abbaukosten – und damit die Uranpreise.

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