Fukushima

Infoseite - 11 März, 2012
Am 11. März 2011 kam es zu einem Erdbeben der Stärke 9,0 vor der Küste Japans, gefolgt von einem Tsunami, der weite Teile der östlichen Küste, zahlreiche dort liegende Ortschaften und das Leben von tausenden Menschen zerstörte. Das Ereignis führte zur größten Atom- Katastrophe seit Tschernobyl 1986 und legte die zahlreichen Probleme im Umgang mit der Atomkraft in einer Unfallsituation – sogar für ein hochtechnologisches Land wie Japan - offen.

Frau Suzuki und ihre jüngste Tochter Shiori wurden nach der Katastrophe evakuiert.

© Robert Knoth und Antoinette de Jong

 

Atomkraftwerke sind hochkomplex und von Natur aus unsicher. Was bereits seit Tschernobyl 1986 bekannt ist, wurde auch bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 deutlich: Fundamentale Mängel in der nuklearen Sicherheit gepaart mit ernsthaftem institutionellen Versagen in der Kontrolle dieser Sicherheit führen dazu, dass sich Reaktorunfälle zu derartigen Katastrophen entwickeln können.

Diese Probleme sind keine Einzelfälle, sondern wiederholen sich in zahlreichen Atomkraftwerken weltweit und sind somit Teil des Systems Atomindustrie. Das Resultat: Millionen von Menschen, die in der Nähe von Reaktoren leben, sind ständig in Gefahr.

Die japanische Regierung und allen voran der AKW Betreiber TEPCO waren sich der Risiken von Erdbeben und Tsunamis in den Jahren vor der Katastrophe sehr wohl bewusst, doch die Gefahren wurden ignoriert.

Fotoaustellung

Der Fotograf Robert Knoth und die Journalistin Antoinette de Jong haben im Herbst 2011 die Region besucht: Fukushima Shadowlands - eine interaktive Ausstellung


Videobericht

Zum Video: Zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima erzählen Betroffene, was sich durch die Katastrophe in ihrem Leben verändert hat.

 

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