Internationale Klimapolitik

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Schon in den 70er Jahren erkannten Klimaforscher, dass der Klimawandel eine ernste, weltweite Bedrohung werden würde. Es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass sich das Klimasystem verändert und der Mensch mit seinen steigenden Treibhausgas-Emissionen daran keinen geringen Anteil hat.

Um die aktuellen Entwicklungen dieser globalen Bedrohung verfolgen zu können, gründete die UNO 1988 den Weltklimarat IPCC. Dieses Gremium hat die Aufgabe, den Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsbereichen zu bündeln, den jeweils aktuellen Stand darzustellen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zwei Jahre später lag der erste Bericht des IPCC auf dem Tisch, und es war klar: Die CO2-Emissionen müssen massiv gesenkt werden, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre stabilisiert werden soll.

Auf der historischen „Rio-Konferenz“ wurde 1992 die Klima-Rahmenkonvention verabschiedet. Sie bildet die völkerrechtliche Vertragsgrundlage für den internationalen Klimaschutz. Bisher haben über 160 Staaten die Klima-Konvention ratifiziert. Ziel ist es, "die Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre auf einer Höhe zu stabilisieren, die gefährliche störende Einwirkungen des Menschen auf das Klimasystem verhindert."

1997 wurde dann bei der UNO-Klimaschutzkonferenz in der japanischen Stadt Kyoto das internationale Klimaschutzabkommen (Kyoto-Protokoll) von knapp 100 Staaten – darunter alle großen Industrienationen – unterschrieben.

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