Klimapolitik in Österreich

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Österreich hat im Rahmen der Aufteilung der EU-Ziele im Rahmen des Kyoto-Protokolls eine Reduktionsverpflichtung von minus dreizehn Prozent Treibhausgasemissionen von 1990 bis 2010 übernommen.

Derzeit liegt Österreich rund 20 Millionen Tonnen über dem Zielwert für 2010 von 68,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Spanien hat sein Kyoto-Ziel am Weitesten verfehlt. Österreich liegt direkt dahinter und ist damit innerhalb der EU an zweitletzter Stelle.

Besonders stark haben sich die Treibhausgasemissionen in den Bereichen Verkehr und Stromproduktion erhöht. Bei den Haushalten sind die Emissionen ungefähr gleich geblieben, die Landwirtschaft hat leichte Emissionsreduktionen erzielt.

In den letzten Jahren hat es Österreichweit einen leichten Rückgang des CO2-Ausstoßes gegeben. Dafür sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Einerseits wurde durch die warmen Winter der letzten Jahre weniger geheizt und damit CO2 eingespart. Andererseits wird durch die Beimischung von Biotreibstoffen zu normalen Treibstoffen die CO2-Bilanz im Verkehrsbereich verschönt. So ist sie weniger rasch gestiegen als im Jahr davor. Das liegt allerdings nur daran, dass die CO2-Emissionen, die bei der Produktion der Biotreibstoffe anfallen, nicht Österreich angerechnet werden, sondern dem Land aus dem sie stammen.

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