Das Ökostromgesetz –
eine Förderungschance

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Die zu großzügige Zuteilung an europäischen CO2-Verschmutzungsrechten durch die österreichische Bundesregierung hat vor allem in der Industrie (überwiegend der Stahlindustrie) und bei der Stromproduktion dazu geführt, dass hier die CO2-Emissionen deutlich angestiegen sind.

Ein seit Jahrzehnten umstrittenes und x-fach abgeändertes Fördersystem im Bereich der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien (Wind, Biomasse/gas, Erdwärme, Sonne, Kleinwasserkraft) hat dazu beigetragen, dass der Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energien inklusive Großwasserkraft von einstmals über 70 Prozent auf unter 60 Prozent geschrumpft ist.

Das hat zur Folge, dass Österreich mehr Kohle und Erdgas im Inland zur Stromproduktion verfeuert und auch mehr fossilen und atomaren Strom aus dem Ausland importiert. Das Ökostromgesetz verfehlt in seiner derzeitigen Verfassung seine eigentliche Aufgabe – die effektive Förderung von Ökostromanlagen. Darüber hinaus werden auch fossile Kraftwerke mit Wärmeauskoppelung gefördert, wie auch Anlagen in denen aus dem Abfall der Papierindustrie Strom erzeugt wird.

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