Geld für Entwicklungsländer

Infoseite - 17 Februar, 2011
Die UNO-Klimakonferenz in Bali 2007 blieb hinter den von den Klimaforschern geforderten Vereinbarungszielen zurück. Dennoch konnten dort einige wichtige Entscheidungen auf Schiene gebracht werden.

Unter der Führung der EU wurden bei den Verhandlungen die Entwicklungs- und Schwellenländer ins Boot geholt. Europa soll das technische Know-how liefern, um das wirtschaftliche Wachstum und den damit einhergehenden Klimaschutz auch in diesen Ländern zu ermöglichen.

Darüber hinaus braucht es einen Fonds, der den Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel helfen soll. Denn der Klimawandel wurde von den Industriestaaten allen voran USA und EU verursacht, unter den Folgen leiden aber in erste Linie die Menschen in den Entwicklungsländern. Ihnen fehlt das Geld sich an die Folgen des Klimawandels wie Dürreperioden, Ernteausfälle oder steigende Meeresspiegel anzupassen. Daher haben die Industriestaaten ihre historische Verantwortung für den von ihnen verursachten Klimawandel wahrzunehmen und Geld für die Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen.

Die Kosten, um den Technologietransfer, die Anpassungsmaßnahmen in den Entwicklungsländern und den Regenwaldschutz zu gewährleisten, belaufen sich, Schätzungen der UNO zufolge, jährlich auf rund 110 Milliarden Euro. Für die EU bedeutet dies rund 35 Milliarden Euro im Jahr. In Kopenhagen gab es jetzt nur eine vage Zusage der EU, der USA und Japans, kurzfristig 17 Milliarden Euro und langfristig rund 70 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Rechtsanspruch auf diesen - ohnehin zu niedrigen – Betrag gibt es jedoch keinen.

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