Geld für Waldschutz

Infoseite - 17 Februar, 2011
Neben den Ozeanen stellt der Regenwald den wichtigsten Speicher für das Treibhausgas CO2 dar. Durch die Abholzung zur Gewinnung tropischer Hölzer geht der Wald als Kohlenstoffspeicher verloren, was den Klimawandel erst recht beschleunigt.

Durch Brandrodung – etwa zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Nutzflächen – entweicht der gespeicherte Kohlenstoff als Treibhausgas in die Erdatmosphäre und trägt so zum Klimawandel bei. Rund ein Fünftel des weltweiten CO2-Ausstoßes stammt aus dem Niederbrennen der Regenwälder. Indonesien und Brasilien stehen aus diesem Grund im internationalen Ländervergleich beim CO2-Ausstoß bereits auf dem dritten und vierten Rang direkt hinter China und den USA. Alleine in Indonesien wurde für Palmöl-Plantagen inzwischen eine Fläche bald zehnmal so groß wie Österreich niedergebrannt. 

In einem neuen Klimaschutzabkommen soll dem nun Rechnung getragen werden. In den tropischen Regenwäldern muss der Stopp der Entwaldung und Brandrodung zukünftig absolute Priorität haben. Dies könnte als Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase anerkannt und bewertet werden.

Wichtig ist, dass der Waldschutz nicht als Kompensation des CO2-Ausstoßes der Industrieländer instrumentalisiert wird, sondern als eigenständiges, gleichrangiges Ziel erhalten bleibt, für dessen Erreichung zusätzliche Mittel erforderlich sind. Denn Greenpeace hat in einer Studie bereits nachgewiesen: Sollte der Schutz des Regenwaldes mittels Emissionszertifikaten organisiert werden, würde das den internationalen Emissionshandel unterwandern und in weitere Folgen den internationalen Klimaschutz scheitern lassen.

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