Unfälle bei Ölbohrungen

Infoseite - 9 Februar, 2011
Noch vor wenigen Jahren war es unmöglich, in der Tiefsee nach Öl zu bohren.

© Greenpeace / Daniel Beltrá

Mittlerweile gibt es schwimmende Bohrplattformen und Förderanlagen und man kann auch in Wasser von 2km Tiefe Öl fördern. Die Ölindustrie sucht aber nicht in der Tiefsee nach Öl, weil es so einfach oder günstig ist, im Gegenteil. Problem ist aber, dass mittlerweile jährlich vier Mal so viel Öl gefördert wird, als neue Vorräte entdeckt werden. Mangels neuen Reserven an Land wird die Tiefsee immer wichtiger, damit die Vorräte nicht bereits in wenigen Jahren erschöpft sind.

Je tiefer das Meer, desto komplizierter und gefährlicher wird die Ölförderung. Wie sich das auswirkt, haben wir 2010 bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gesehen – wenn es zu einem größeren Unfall kommt, ist die Ölindustrie zunächst planlos, es vergehen Monate bis ein Leck gedichtet ist.

Auch wenn die Industrie nicht müde wird zu beschwören, dass die Sicherheitsstandards sehr hoch sind und penibel eingehalten werden – die nächste Katastrophe kommt bestimmt. Denn am Ende ist es alles Menschenarbeit, und Menschen machen Fehler. Man kann zwar die Wahr­schein­lichkeit stark verringern, aber auch dann gibt es keine 100% Sicherheit. Die nächste Ölpest ist somit vorprogrammiert.

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