Fluten und Muren

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Der Rückgang der Gletscher erhöht die Wahrscheinlichkeit für Murenabgänge und Bergstürze, da die Funktion des (offenbar doch nicht so) ewigen Eises und der Permafrostböden als „Klebemasse“ des Gesteins verloren gehen.

Für das Jahr 1987 wurde zum Beispiel errechnet, dass die Hälfte aller im gesamten Alpengebiet verzeichneten Muren­abgänge von Permafrostgebieten oder Gletscher­rück­zugs­zonen ausgingen. Wo sich das Eis zurückzieht, bleiben riesige Schutthalden, die nichts mehr zusammenhält. Skilifte oder Lawinenverbauungen, die in diesen Böden verankert sind, verlieren damit an Stabilität.

Ein anderes Problem sind die Hochwässer, die im Zuge des Klimawandels an Häufigkeit zunehmen. Die begradigten und eingefassten Flüsse kommen mit den plötzlichen intensiven Niederschlagsmengen, wie sie die Klimaveränderung immer öfter bringt, nicht mehr zu recht.

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