Die eisigen Enden der Erde

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Nirgendwo zeigt sich der Klimawandel so deutlich wie in der Arktis. Das Tempo mit dem das Eis verloren geht stellt selbst die schlimmsten Prognosen in den Schatten.

Grönland verlor zwischen 2006 und 2008 101 Kubikkilometer Festlandeis. Der Meeresspiegel steigt in der Region jedes Jahr um einen Viertelzentimeter an. Das Fatale am Eisverlust der Arktis: Es werden zahlreiche Prozesse aktiviert, die den Klimawandel noch weiter verschlimmern, so genannte Rückkoppelungseffekte.

Die andere Seite der Erdkugel hielt man bis vor kurzem für relativ stabil. Nun hat sich auch das als falsch erwiesen. 1.600 Kilometer von der Südspitze Südamerikas entfernt, gegenüber Feuerland, liegt das etwa 13.000 Quadratkilometer große Wilkins-Schelfeis. Riesige Teile dieses auf dem Meer treibenden Eisgebietes kollabieren gerade und werden nur noch von einer schmalen Eisbrücke zusammengehalten. Zerbricht auch sie, droht der Kollaps des gesamten Schelfs. Forscher vermuten, dass der Zerfall des Wilkins-Eisschelfs mit der Klimaerwärmung zusammenhängt. In der Antarktis-Region wurde in den vergangenen 50 Jahren ein Temperaturanstieg von 2,5 Grad Celsius gemessen.

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