Meere & Wale

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Rund ein Viertel des vom Menschen erzeugten Kohlendioxids wird von den Meeren aufgenommen.

Dort führt der erhöhte CO2-Gehalt zu Übersäuerung und in der Folge zu einem Mangel an Sauerstoff, was vor allem für Säugetiere zu einem Problem werden kann. Betroffen sind auch Tiere mit einem Schutzmantel aus Kalk, wie Korallen und Kleinstlebewesen, etwa winzige Schnecken.

Die Umweltschutzorganisation WWF hat beinahe 2.000 Korallenriffe als akut bedroht eingestuft. Korallenriffe sind durch die ungewöhnlich warmen Wassertemperaturen der letzten Jahre schon jetzt weltweit stark geschädigt. Sie bleichen bei steigender Wassertemperatur rascher aus und sterben ab. In der Karibik zum Beispiel führten im Jahr 2005 die wärmsten jemals gemessenen Wassertemperaturen zu einem noch nie gesehenen Korallensterben. Werden Riffe weiterhin im gleichen Maße geschädigt, wird zum Beispiel das Große Barriere Riff im Nordosten Australiens im Verlaufe einer menschlichen Lebensspanne abgestorben sein.

Auch die größten Säugetiere der Welt, die Wale, sind akut vom Klimawandel bedroht. Denn der Anstieg der Meerestemperatur, die Übersäuerung des Meerwassers, der Verlust kalter Lebensräume und der Rückgang von Krill, der Hauptnahrung vieler Großwalarten, könnten bald zu einem größeren Problem als die japanischen Walfänger werden.

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