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energie [r]evolution
Österreich 2050

Infoseite - 2 Februar, 2011
Bis 2050 sind in Österreich die Halbierung des Energieverbrauchs, ein 85-prozentiger Anteil erneuerbarer Energieträger sowie eine Einsparung von mehr als 90 Prozent an CO2-Emissionen möglich.

Wie Österreich sich innerhalb einer Generation weitgehend unabhängig von fossilen und atomaren Energiequellen machen kann, das zeigt die Studie, die das Institut für höhere Studien (IHS) gemeinsam mit den Studieninitiatoren Greenpeace, EVN und vida präsentierte.

Steigende Lebensqualität bei sinkender Umweltbelastung

Das IHS-Energieszenario rechnet es vor: Eine Energiewende ist umsetzbar, leistbar, belebt den Arbeitsmarkt und fordert keinerlei Einbußen in der Lebensqualität der ÖsterreicherInnen – ganz im Gegenteil: bei sinkender Umweltbelastung steigt diese sogar.

Die für das Jahr 2010 prognostizierte CO2-Jahresbilanz von 73,3 Millionen kann laut Studie in den nächsten vier Jahrzehnten auf weniger als ein Zehntel reduziert werden – auf 6,4 Millionen Tonnen jährlich. Mehr als 90 Prozent lassen sich also in den nächsten 40 Jahren zu Gunsten unseres Klimas einsparen.

Ein besonders hoher Anteil an CO2-Emissionen lässt sich durch den Ausbau erneuerbarer Energieträger für die Stromerzeugung einsparen. Großes Energiesparpotenzial zeigt die Studie vor allem im Wohnbau und Verkehrssektor auf.

Endenergieverbrauch laut Studie, nach Sektoren

Ausbau erneuerbarer Energiequellen, raus aus atomarer und fossiler Energie

Durch Einsparungen im Verkehr und bei der Heizenergie lässt sich der gesamte österreichische Energieverbrauch in den nächsten vier Jahrzehnten von bisher 1.060 Petajoule auf 540 Petajoule beinahe halbieren. Ein rund 85-prozentiger Anteil an erneuerbaren Energieträgern ist laut IHS-Studie bis 2050 realistisch. Die Nutzung fossiler Energien beschränkt sich dann lediglich auf einen Restanteil in der Industrie und teilweise im Verkehr. "Österreich muss so schnell wie möglich raus aus dem schmutzigen und riskanten Geschäft mit atomarer und fossiler Energie. Innerhalb einer Generation ist die Energiewende möglich.

Entwicklung des Einsatzes verschiedener Energieträger

Dazu braucht es aber einen kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energieträger – und das sofort. Das Potenzial ist in Österreich mehr als ausreichend vorhanden", plädiert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. Dieses Potenzial sieht auch Peter Layr, Vorstandsprecher der EVN: "Die EVN wird in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energieträger leisten. In Österreich wollen wir bis zu 800 Millionen Euro in Wind- und Wasserkraft sowie Biomasseanlagen investieren", kündigt Layr bei der Studienpräsentation an.

Wachstum des öffentlichen Verkehrs

Potenzial erneuerbarer Energieträger bis 2050

Für den Verkehrssektor zeigt die IHS-Studie ein großes Wachstumspotenzial im öffentlichen Verkehr und eine weitgehende Elektrifizierung des Individualverkehrs auf. Dem Zukunftsszenario zufolge wird die Leistung der öffentlichen Verkehrsmittel in den nächsten 40 Jahren von 24,3 Milliarden auf 35 Milliarden Personenkilometer ansteigen, während sich der motorisierte Individualverkehr fast halbieren wird. "Der öffentliche Verkehr kann die ihm zugedachte Rolle als Klimaschutzretter aber nur erfüllen, wenn er zuvor nicht aus Budgeträson kaputtgespart wird", warnt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida.

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