Von Ausbeutung zur Verwüstung

Verantwortung tragen

Infoseite - 23 Jänner, 2013

Errechnet man den die Auswirkungen der Kon­sum- und Lebens­ent­schei­dungen, also den Fußabdruck der gesamten Menschheit, so stellt sich heraus, dass wir bereits mindestens 1,2 Planeten benötigen. Was zuerst wie ein Rechenfehler anmutet, bedeutet, dass die Fläche der Erde nicht mehr ausreicht, uns dauerhaft mit all dem zu versorgen, was wir brauchen und all das zu schlucken, was wir nicht mehr brauchen.

Das heißt, wir leben vom Kapital der Natur, nicht von den Zinsen Das Kapital aufzuzehren ist aber nicht nachhaltig und es ist keinesfalls zukunftsfähig.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Großteil der Menschheit von all dem, was wir der Natur entreißen, noch überhaupt keinen Nutzen hat. Im Gegenteil, die Vermögenden werden immer reicher und zugleich sind 800 Millionen Menschen (hundert Mal die Anzahl der BürgerInnen Österreichs) kritisch unterernährt und hungern. Etwa 100.000 am Tag sterben an Unterernährung und dessen unmittelbaren Folgen. Dabei gäbe es genug für alle. Aber weniger als ein Viertel der Menschheit verprasst 3/4 aller Ressourcen.

Die globale Herausforderung ist nicht mehr und nicht weniger als den Planeten gerechter aufzuteilen. Den Planeten teilen, Platz machen für 3/4 der Menschheit und den Rest der Schöpfung, die Millionen Arten von Tieren und Pflanzen.

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