Verantwortungsvolle Unternehmen

Infoseite - 26 Mai, 2011
Nachhaltig zu wirtschaften bedeutet, Transparenz zu bieten und das Vorsorgeprinzip zu beachten.

Die Fragen der folgenden Checkliste dienen als Anregung für Unternehmen, welche die Nachhaltigkeit ihrer Produkte überprüfen und langfristig verbessern wollen, können aber auch von kritischen KonsumentInnen genutzt werden, um den Herstellern ihrer Lieblingsprodukte auf den Zahn zu fühlen.

 

Das Vorsorgeprinzip

Greenpeace fordert von Unternehmen, dass diese nach dem Vorsorgeprinzip handeln. Das Vorsorgeprinzip besagt, dass die Belastungen für die Gesundheit und/oder Schäden für die Umwelt, bereits im Voraus vermieden oder weitestgehend verringert werden sollten, auch wenn darüber möglicherweise noch nicht eine ausreichende Wissensbasis vorhanden ist.

Das bedeutet, dass Unternehmen weder gesundheitsschädliche, noch umweltzerstörerische Produkte auf den Markt bringen sollten. Bei Problemstoffen (z. B. gefährlichen Chemikalien) akzeptiert Greenpeace keine sogenannten „Toleranzwerte“.

 

Checkliste

  1. Woher stammen die Rohstoffe der Produkte?
  2. Unter welchen Bedingungen werden diese hergestellt?
  3. Welche Auswirkungen hat dies auf die Menschen und die Umwelt in der jeweiligen Region?
  4. Wie und wo werden die Produkte verarbeitet?
  5. Wie viele und welche Ressourcen sind dafür notwendig?
  6. Welche zusätzlichen Stoffe werden benötigt?
  7. Gibt es Studien, die zeigen, dass diese Stoffe problematische Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben können?
  8. Wie viel Energie wird zur Herstellung der Produkte benötigt und woher stammt diese?
  9. Wie sieht Transport und Logistik aus?
  10. Wie werden die Produkte verpackt?
  11. Welche Auswirkungen hat die Verwendung der Produkte auf die Umwelt?
  12. Nutzt das Unternehmen die oben gewonnenen Erkenntnisse zur Verbesserung der Nachhaltigkeit (Ökologie, Tierschutz, soziale Aspekte) seiner Produkte und/oder Dienstleistungen?
  13. Hat sich das Unternehmen kurz-, mittel- und langfristige SMARTE Ziele (eindeutige, messbar, akzeptabel, realisierbar, mit klarer Zeitvorgabe) zur Verbesserung der Nachhaltigkeit gesetzt?
  14. Werden/Wurden problematische Stoffe in den Produkten durch harmlose ersetzt?
  15. Werden/Wurden die Verbesserungen/ Fortschritte von unabhängigen Instituten zertifiziert (bevorzugt anerkannte Gütesiegel)?
  16. Wie gut gibt das Unternehmen  auf seiner Website Einblick:
    • In seine Produkte/Dienstleistungen
    • In deren Herstellung
    • Ob und welche Verbesserungen vorgenommen wurden
    • Ob und welche Ziele das Unternehmen wann umsetzen wird (z. B. CO2-Reduktionsziele) und
    • welchen Beitrag die KundInnen/LieferantInnen dazu leisten (können).
  17. Beantwortet das Unternehmen Anfragen von unabhängigen Organisationen, wie z. B. Greenpeace und stellt es ihnen Informationen zur Verfügung?
  18. Nimmt das Unternehmen Anregungen von unabhängigen Organisationen, wie z. B. Greenpeace, ernst und setzt es diese um?
  19. Setzt sich das Unternehmen  (bei dessen Interessensvertretung, bei politischen EntscheidungsträgerInnen) für bessere Bedingung zur Produktion nachhaltiger Produkte ein?
  20. Setzt sich das Unternehmen für verbindliche politische Rahmenbedingungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen ein?

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