Stellungnahmen der Einzelhändler

Infoseite - 26 Juli, 2011
Seit Anfang Juli wissen Rewe, Spar, Hofer, Müller, DM und Schlecker, dass Greenpeace gegen Nanotechnologie in Sonnencremen auftritt. Sie haben seitenweise wissenschaftliche Zitate von uns bekommen, die unsere Bedenken unterstützen.

Bis auf DM haben sie entweder nicht reagiert oder verstecken sich hinter ein paar Studien. Diese Studien sind teilweise Fragwürdig, sagen etwas anders wenn man sie genau liest oder gehen am Problem vorbei: hier unsere Antwort .

DM Drogerie Markt schlägt einen anderen Weg ein. Sie nehmen sich des Problems an und stellen ihren betroffenen Zulieferfirmen folgende Fragen:

  • "Stellungnahme zu den Bedenken gegenüber Nanotechnologie in Sonnenschutzprodukten bzw. in der Kosmetik allgemein.
  • Welche Maßnahmen und Tests wurden bei der Entwicklung gemacht, um derartige Schäden auszuschließen?
  • Welche Artikel aus Ihrem Sortiment bei dm sind betroffen?
  • Welche Maßnahmen zum Ausstieg aus dieser Technologie sind in Ihrem Haus geplant? In welchem Zeitraum?
  • Welche Möglichkeiten haben Sie, bereits für die Saison 2012 Ersatzware ohne Nanotechnologie anzubieten?"

Greenpeace begrüßt diesen ersten Schritt. Gemeinsam mit einer umfassenden Kennzeichnung könnte das tatsächlich dazu führen, dass in Sonnencremen und in Kosmetikprodukten diese risikoreiche Technologie nicht mehr angewendet wird.

Alle anderen Unternehmen haben vielleicht die Frage gar nicht verstanden und darum sei hier noch einmal versucht Klarheit zu schaffen. Es geht nicht darum, ob es Studien gibt, die, teilweise mit dem Geld von Produzenten bezahlt, die Unbedenklichkeit bescheinigen. Es geht darum, wie die Einzelhändler jetzt damit umgehen, dass es immer mehr unabhängige Studien gibt die, gerade auch dem Stoff in den Sonnencremen Nano - Titandioxid, ein breites Spektrum an Risiken nachweisen. Also sollten wir auch aus der Vergangenheit lernend, dem Vorsorgeprinzip folgend auf Nano - Titandioxid verzichten. Dass die EU und die österreichische AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) hier zu langsam sind, ist schade, aber auch eine Ausrede.

Daher ist es jetzt für die, die es noch nicht gemacht haben, an der Zeit, den Protest von Greenpeace zu unterstützen.

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