Nachhaltige Landwirtschaft

gentechnikfrei und biologisch

Infoseite - 25 Jänner, 2011
Wachsender Bedarf an Lebensmitteln und Tierfutter, Anfälligkeit von Pflanzen gegenüber Krankheiten und Umwelteinflüssen sowie zunehmende Umweltprobleme in der Landwirtschaft - kann die Gentechnik weiterhelfen? Mitnichten! Die Lösung für diese Probleme liegt in einer nachhaltigen Landwirtschaft, die unsere natürlichen Ressourcen erhält, anstatt sie zu zerstören.

Einsatz für biologische + gentechnikfreie Landwirtschaft

© Greenpeace / John Novis

Mit ausgeklügelten Methoden steigert ein alternativer Landbau umweltschonend Erträge, sichert die Qualität unserer Lebensmittel und braucht daher auch keine riskante Reparatur-Technologie. Die Gentechnik-Industrie möchte so manchem Glauben machen, unsere Ernährung sei ohne Gen-Pflanzen nicht mehr möglich. So verspricht sie Wunderpflanzen aus dem Labor, die höhere Erträge erzielen könnten oder auf salzigen und trockenen Böden gedeihen sollen. Doch mit ihren Versprechungen baut sie Luftschlösser, die mit der Realität wenig gemein haben.

Statt Lösungen zu liefern, schaffen Gen-Pflanzen neue Probleme für die Landwirtschaft: mehr chemische Spritzmittel, stagnierende Erträge, resistente Schädlinge und ungewollte Nebenwirkungen sind nur einige Beispiele. Es gibt Alternativen. Dies zeigen Bauern und Wissenschaftler in zahlreichen Projekten rings um den Globus. So werden mit traditionellen und innovativen Methoden längst Pflanzen gezüchtet, die den unterschiedlichsten Boden- und Klimabedingungen angepasst sind und Schädlingen widerstehen können. Auch der Bedarf an wertvollem Eiweiß im Tierfutter kann problemlos aus gentechnikfreiem Anbau gedeckt werden.

Smart Breeding

Die Grüne Gentechnik wird kontrovers diskutiert. Abseits des Rampenlichts hat jedoch eine andere Methode die Pflanzenzucht revolutioniert: Die Marker gestützte Selektion, kurz MAS (marker-assisted selection) oder auch Smart Breeding (Selection with Markers and Advanced Reproductive Technology) genannt. Im Vergleich zur Gentechnik birgt sie weniger Risiken und überschreitet keine Artgrenzen.

Der Greenpeace-Bericht „Smart Breeding“1 (deutsche Zusammenfassung) zeigt auf, welche Potentiale MAS für die Pflanzenzüchtungbietet, um Herausforderungen wie demKlimawandel oder dem Bedarf nachkrankheitsresistenten Pflanzen oder verbesserterNahrungsmittelqualität zu begegnen.