Gentechnik in Futtermitteln

Infoseite - 25 Jänner, 2011
Der Import von gentechnisch veränderten Futtermitteln boomt in Europa. Gentechnisch veränderte Erzeugnisse aus Soja, Mais oder Raps werden in großen Mengen in europäische Länder eingeführt.

"Was hat ihr Schnitzel wohl gegessen?"

© Greenpeace / Philip Reynaers

Soja und Mais werden dabei nicht nur für die Lebensmittelproduktion eingesetzt, sondern landen auch im Tierfutter. Über 450.000 Tonnen Gentech-Soja gelangt so Jahr für Jahr in die Mägen österreichischer Tiere und in weiterer Folge in denen der österreichischen Fleischkonsumenten. Hier gibt es eine große Lücke in der Kennzeichnungspflicht: Tierische Produkte, bei deren Herstellung Gentech-Futtermittel eingesetzt wurden, müssen nicht gekennzeichnet sein.

Allerdings konnten bereits Fortschritte erzielt werden. So hat die gesamte österreichische Milchwirtschaft und die Frischeierproduzenten auf gentechnikfreie Fütterung umgestellt.  Seit Anfang des Jahres 2012 wird auch fast das gesamte Gefügel aus aus Österreich gentechnikfrei produziert. Schweine und Mastrinder werden jedoch noch immer zu einem hohen Anteil mit gentechnisch verändertem Futter gemästet. Garantiert gentechnikfrei sind alle Produkte aus biologischer Landwirtschaft und jene mit dem grünen Zeichen der ARGE-Gentechnikfrei auf der Verpackung.