Gentechnik in Lebensmitteln

Infoseite - 25 Jänner, 2011
Jedes Nahrungsmittel welches GVOs enthält, oder mittels GVOs hergestellt wurde muss ab einer Menge von 0,9 Prozent pro Zutat gekennzeichnet werden.

© Greenpeace / Alex Hofford

Bei einem Anteil von unter 0,9 Prozent besteht allerdings keine Kennzeichnungspflicht, wenn die Verunreinigung zufällig entstanden oder technisch nicht vermeidbar ist. Für Fleisch, Milch oder Eier von Tieren, die mit GVOs gefüttert wurden, besteht grundsätzlich keine Kennzeichnungspflicht. Auch das AMA-Gütesiegel schützt hier vor Gentechnik nicht.

Österreich gentechnikfrei?

Den KonsumentInnen in Österreich geht es in Sachen gentechnikfreie Lebensmittel vergleichsweise gut. Es gibt kaum einen Supermarkt, in dem Lebensmittel verkauft werden, welche aufgrund ihrer Ingredienzien als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden müssten.

Nur bei der Frage "Was hat dein Essen gegessen?" ist der entscheidende Durchbruch auch in Österreich noch nicht gelungen.  Wichtige Fortschritte konnten jedoch erzielt werden: So stellte die gesamte österreichische Milchwirtschaft auf gentechnikfreie Fütterung um. Die heimischen Frischeierproduzenten folgten diesem guten Beispiel, ebenso produziert seit Anfang des Jahres 2012 fast die gesamte österreichische Geflügelwirtschaft gentechnikfrei. Fleisch von Schweinen und Rindern hingegen stammt immer noch  zu einem hohen Anteil aus Masthaltung mit gentechnisch verändertem Futter. Garantiert gentechnikfrei sind Produkte aus biologischer Landwirtschaft sowie solche mit dem grünen Zeichen der ARGE-Gentechnikfrei.

Gesundheitliche Folgen unklar

Beunruhigende Tatsache: Langzeitstudien über die Auswirkung gentechnisch veränderter Nahrung auf die Gesundheit von Mensch und Tier gibt es nicht.. Während Pestizide mindestens zwei Jahre lang getestet werden, bevor sie auf dem europäischen Markt zugelassen werden, gilt für Gentechnisch veränderte Pflanzen, die selbst ein Pestizid produzieren, eine maximale Testzeit von 90 Tagen. Das Fehlen von Langzeitstudien gleicht einem freien Feldversuch an der Bevölkerung. Bei Tieren wurden in Fütterungsversuchen bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt.