Schutzgebietskarten

Infoseite - 15 Oktober, 2010

Bereits im Jahr 2006 hat Greenpeace konkrete Vorschläge für Meeres-Schutzgebiete auf der Hohen See erarbeitet und den Regierungen weltweit präsentiert. Das enststandene Kartenmaterial ist ein Vorschlag für ein repräsentatives Netzwerk von Meeresschutzgebieten, das den vollen Schutz für das gesamte Spektrum der Artenvielfalt in internationalen Gewässern gewährleistet.

Der Greenpeace-Entwurf beinhaltet 29 separate Schutzgebiete, die zusammen 40,8 Prozent der Meeresfläche bedecken. Dieses Netzwerk schützt alle großen Ökosysteme, die in den Weltmeeeren vorkommen. Es stellt Gebiete unter Schutz, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen und eine hohe Dichte von Tieren und Pflanzen beherbergen. Weiterhin werden Gebiete geschützt, die besonders wertvoll oder bedroht sind.

Zur Erarbeitung des Kartenwerkes wurde von einem Team von Meeresbiologen eine Fülle von wissenschaftlichem Datenmaterial zusammengetragen: Ozeanografische Daten (z.B. Wassertemperatur und Auftriebsgebiete), Fischereidaten, Wanderungsbewegungen und bedeutsame Aktionsräume für große und gefährdete Arten (für Wale und Delfine ebenso wie für Tunfisch, Schwertfisch, Albatrosse, Meeresschildkröten, Seehunde, Seelöwen oder Pinguine); biogeografischen Regionen, Tiefseezonen, Sedimenttypen am Meeresboden oder Ozeangräben wurden ebenfalls berücksichtigt.

Sämtliches Datenmaterial wurde mit dem Computerprogramm Marxan berechnet und mit Hilfe des geographischen Informationssystems GIS in einer kartographischen Abbildung von 5° Länge x 5° Breite dargestellt. Dieser Maßstab orientiert sich an dem kleinsten realisierbaren Meeresschutzgebiet auf der Hohen See. Die Grenzen der Meeresschutzgebiete können sich verschieben, sobald zusätzliches Datenmaterial verfügbar ist.

Inzwischen hat Greenpeace auch verschiedenste Schutzgebietsvorschläge für nationale Küstengewässer erarbeitet, darunter für Ostsee und Nordsee, das Mittelmeer und den Pazifik.

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