Walfangkonferenz 2010

Infoseite - 21 Juni, 2010
Walfangkonferenz vertagt: Illegaler Walfang geht weiter

Die Verhandlungen zur Zukunft der Internationalen Walfangkommission (IWC) vom 21.-25. Juni 2010 im marokkanischen Agadir sind gescheitert. Zehn Arbeitsgruppen in insgesamt 30 Treffen haben es nicht geschafft, den Vorschlag des IWC-Vorsitzenden in eine abstimmungsfähige Form umzusetzen. Die Verhandlungen wurden nun auf 2011 vertagt.

Der Grund des Scheiterns: Die Kluft zwischen den verfeindeten Lagern aus Walschützern und Walfängern war unüberbrückbar. Vor allem Japan erschwerte die Verhandlungen. Die Walfangnation war nicht bereit das Südpolarmeer als Schutzgebiet anzuerkennen. Die Walschutznationen müssen sich ihrerseits vorwerfen lassen, nicht den notwendigen außenpolitischen Druck aufgebaut zu haben, um Fortschritte zu erzielen.

Die Konferenz war ein Desaster für die Wale. Auch künftig wird es Japan, Norwegen und Island erlaubt sein, tausende Wale zu töten. Entweder unter dem Deckmantel der sogenannten Wissenschaft oder weil sie das Moratorium nicht anerkennen.

Greenpeace fordert

Für die Walschutznationen - insbesondere die EU - ist es jetzt an der Zeit, nicht nur zu reden, sondern politisch zu handeln, um Japan, Norwegen und Island vom Walfang abzubringen. Es müssen neue Wege entwickelt werden, die aus der Walfangkommission eine Walschutzkommission machen.

Greenpeace hält für diese Entwicklung einige Punkte für besonders wichtig:

  • Alle illegalen Walfangaktivitäten müssen endlich der Vergangenheit angehören.
  • Die Kommission muss sich endlich den aktuellen Umweltgefahren für Wale widmen, denn auch in Fischernetzen verenden jährlich schätzungsweise 300.000 Wale und Delfine.

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