Giftschlammkatastrophe in Ungarn

Die Probleme

Die Chemische Industrie produziert zehntausende verschiedene Chemikalien und alle anderen Industriebranchen verwenden diese tagein tagaus. Darunter sind tausende Problemstoffe wie krebserregende, erbgutschädigende oder umweltgefährdende Substanzen, die sich auch in Alltagsprodukten wiederfinden. Bei Tausenden von Chemikalien sind die meisten unerwünschten Eigenschaften noch gar nicht untersucht. Hinzu kommt, dass bei der Produktion oder der Entsorgung bestimmter Produkte, wie etwa dem Problemkunststoff PVC, zusätzliche Giftstoffe, – darunter auch die ultragiftigen Dioxine – anfallen.

Große Sorgen bereitet auch das Abfallmanagement. Der massive Ausbau der Müllverbrennung hat dazu geführt, dass immer mehr Müll angefallen ist. Speziell die stark steigenden Mengen an Elektronikschrott stellen weltweit eine riesige Herausforderung dar, zumal diese beträchtliche Mengen an Giftstoffen wie zum Beispiel Blei und Cadmium enthalten.

Die Lösungen

Der Verzicht auf problematische Chemikalien ist zumeist sehr einfach möglich. So kommen zum Beispiel biologische Lebensmittel ganz ohne künstliche Pestizide aus. Für das Umweltgift PVC gibt es fast immer Alternativen aus anderen Materialien, seien es Linoleumböden oder Holzfenster.

Die Lösung für das Abfallmanagement ist altbekannt und bewährt: Müllvermeidung und Recycling.

Was wir tun

Greenpeace setzt sich seit mehr als zwanzig Jahren konsequent und erfolgreich für den Ersatz von giftigen Chemikalien und das Ende der Umweltverschmutzung mit giftigen Substanzen ein. So sind etwa giftige Weichmacher aus Kleinkinderspielzeug bereits verschwunden, die Dioxin-Luft-Emissionen sind nahezu kein Thema mehr. Biologische Lebensmittel sind flächendeckend erhältlich und die meisten davon auch leistbar.

Leider werden von der Industrie jedoch noch immer Risiko-Chemikalien produziert. Greenpeace führt daher laufend verschiedene Produkttests durch und informiert KonsumentInnen über mögliche Probleme. Daneben verlangen wir von der Politik einen konsequenten Einsatz für strenge Chemie-Gesetze und die dazugehörigen Kontrollen.

Schwerpunkte der Abfall-Arbeit bei uns sind der Kampf gegen die immer noch steigenden Wegwerf-Getränkeverpackungen und gegen die (sinnlose) Errichtung zusätzlicher Müllverbrennungsanlagen in Österreich.

Die neuesten Updates

 

Ein kleines schmutziges Geheimnis

Blog-Eintrag von Tommy Crawford | 22 März, 2012

Hinter der schönen Fassade der Werbung, dem Catwalk-Glamour und den perfekt manikürten Nägeln finden wir eine Welt, in die uns die Industrie nicht gerne sehen lässt. Und schon gar nicht will sie darüber reden. Dunkel, schmutzig und...

act 01/12

Publikation | 20 März, 2012 um 14:10

Meere in Not

Die Macht der KonsumentInnen nutzen

Blog-Eintrag von Claudia Sprinz | 20 März, 2012

“Consumers by definition, include us all. They are the largest economic group, affecting and affected by almost every public and private economic decision. Yet they are the only important group... whose views are often not heard.” ...

Schmutzige Wäsche III

Publikation | 20 März, 2012 um 9:08

Der dritte Teil des Reports "Schmutzige Wäsche" zeigt die Nähe der giftigen Gefahr: Von der Waschmaschine in den Fluss,...

Rosia Montana: Lass all dein Gold im Boden!

Bildergalerie | 2 Februar, 2012

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