Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Belastungen Ungeborener

Chemikaliencocktail per Nabelschnur

Infoseite - 26 April, 2011

Schon Ungeborene sind einer enormen Belastung mit künstlichen Chemikalien ausgesetzt, die über die Nabelschnur direkt in den Körper gelangen. Die internationale Studie "A Present for Life" von Greenpeace und WWF zeigt dies deutlich.

Insgesamt wurden für die Studie 69 Blutproben auf acht Chemikaliengruppen untersucht. Nachgewiesen wurden u. a. der Weichmacher DEHP, das in Zahncremes verwendete Konservierungsmittel Triclosan, Spuren von Flammschutzmitteln, künstliche Moschus-Duftstoffe sowie die verbotenen Pflanzenschutzmittel DDT und PCBs. Bei einigen dieser Stoffe ist aus Tierversuchen bekannt, dass sie die Entwicklung beeinträchtigen können. Andere stehen im Verdacht, hormonell aktiv zu sein. Diese Chemikalien können besonders in der Gebärmutter Schaden anrichten.

Zahlreiche der gefundenen Industriechemikalien entweichen aus Alltagsprodukten wie Parfüms, Plastikspielzeug oder bedruckten T-Shirts. Auch Teflon-Pfannen, Turnschuhe und Computer setzen gefährliche Stoffe frei. Schlussendlich gelangen sie in die Blutbahnen der Menschen.

Welche Wirkung diese Chemikalien auf heranwachsende Babys haben, ist völlig unklar. Neben den für ungeborene Kinder besonders besorgniserregenden hormonell aktiven PCBs (verbotene Pflanzenschutz-mittel) wurde auch der bis vor kurzem in Kosmetika zugelassene Weichmacher DEHP gefunden. DEHP kann laut EU "das Kind im Mutterleib schädigen", und "möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen".

Das Konservierungsmittel Triclosan wurde in 50% der Proben festgestellt, es wird von der EU als "sehr giftig für im Wasser lebende Organismen" eingestuft.

Themen