Dauergifte

Langlebige organische Umweltverschmutzer

Infoseite - 26 April, 2011

Wie der Name schon sagt, versteht man unter „Dauergiften“ gefährliche Chemikalien, die sich nur sehr schwer in der Umwelt abbauen. Oft werden sie auch als „persistente organische Verbindungen“ bezeichnet oder englisch abgekürzt als „POPs“ (persistant organic pollutants). Der bekannteste Vertreter davon ist das stark krebserregende „Dioxin“, das unter anderem bei der Produktion und der Verbrennung des Problemkunststoffes PVC entsteht. Aber auch viele Pestizide oder Flammschutzmittel fallen in diese Kategorie.

Die 20 gefährlichsten Dauergifte – darunter das hochgiftige Pestizid DDT - wurden im Rahmen der „Stockholm Konvention“ seit 2001 als Ergebnis einer jahrelangen internationalen Greenpeace-Kampagne weltweit verboten. Als Altlasten werden uns diese Gifte jedoch noch lange begleiten, sei es als Ablagerungen in Gletschern und Alpenseen, im Grundwasser in der Nähe von Mülldeponien oder in der Nahrungskette.

Und leider gibt es noch immer zahlreiche andere Dauergifte, die noch nicht verboten sind, und tausende Chemikalien, bei denen noch nicht einmal ausreichend bekannt ist, ob und wie sie sich in der Umwelt anreichern können.

Themen