Elektronikschrott vergiftet Ärmste

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Die stetig wachsende Nachfrage nach dem neuesten Handy, Flachbild-Fernseher oder superschnellen Computer führt zu einer steigenden Zahl von Altgeräten. Statt diese Geräte einem sicheren Recycling zuzuführen, werden noch immer große Mengen in Entwicklungsländern "entsorgt".

Die Ärmsten der Armen — in vielen Fällen Kinder und Jugend­liche — zerlegen den Elektronik­schrott ohne Sicher­heits­vor­kehrungen und Wissen um die giftigen Substanzen, um durch den folgenden Verkauf von Wert­stoffen wie Kupfer oder Silber ein karges Einkommen zu erwirt­schaften. Damit setzen sie aber ihre eigene Gesundheit aufs Spiel - denn die Alt­geräte sind sehr häufig mit gefährlichen Chemikalien wie Blei, Queck­silber oder bromierten Flamm­schutz­mitteln belastet.

Greenpeace fordert, dass der gesamte Elektronikschrott von der Industrie zurückgenommen und nur in modernsten Recyclinganlagen verwertet wird. Darüber hinaus müssen alle Produkte von gefährlichen Substanzen befreit werden.

Greenpeace veröffentlicht auch regelmäßig den Ratgeber "Grüne Eletronik" mit einem Ranking der führenden Hersteller von Mobiltelefonen, PCs, TV-Geräten und Spielkonsolen nach ihrer globalen Politik betreffend des Umgangs mit schädlichen Chemikalien, ihrem Verantwortungsbewusstsein für ihre Produkte, nachdem diese von VerbraucherInnen entsorgt wurden sowie hinsichtlich des verantwortungsvollem Umgangs mit Energie.

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