Müllverbrennung

Infoseite - 27 Dezember, 2010
Gutes Geschäft: Die Entsorgung von Siedlungs- und Industrieabfällen wird weltweit zum wachsenden Problem. Statt Müllvermeidung und -wiederverwertung werden auch in Österreich neue Müllverbrennungsanlagen geplant.

Müllverbrennungsanlagen sind kontraproduktiv für die Müllvermeidung.

Die Luftemissionen im Normalbetrieb moderner Müllverbrennungsanlagen (MVAs) sind in den letzten 20 Jahren deutlich reduziert worden. Das hat jedoch dazu geführt, dass es zu höheren Konzentrationen dieser Gifte in den festen Rückständen kommt. Diese müssen ähnlich wie Atommüll in Untertagedeponien abgelagert werden.

Wenn eine MVA besteht, sollte diese auch bis zur maximalen Kapazität "gefüttert" werden - MVAs sind also kontraproduktiv für die Müllvermeidung. Dies hat sowohl ökonomische als auch verbrennungstechnische Gründe.

In Österreich wurden genau aus diesem Grund in den letzten Jahren die getrennte Kunststoffsammlung bzw. die Mehrwegverpackungen reduziert. Trotz bereits bestehender Überkapazitäten bei der Müllverbrennung werden in Österreich nach wie vor neue MVAs geplant, z.B. in Heiligenkreuz im Burgenland.

Greenpeace setzt sich für eine konsequente Müllvermeidung und –wiederverwertung ein, die die Hausmüllverbrennung überflüssig machen würde.

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