Auch Levi’s will seine Mode entgiften

Newsartikel - 13 Dezember, 2012
Levi’s unterwirft sich der Macht der KonsumentInnen und verbannt giftige Mode.

Detox Protest bei Levi's Headquarter

© George Nikitin / Greenpeace

Die weltgrößte Jeansmarke Levi’s hat sich dazu verpflichtet, die Freisetzung gefährlicher Chemikalien in seinen Produkten und seiner Lieferkette bis 2020 zu beenden. Diese Ankündigung folgt dem öffentlichen Druck der internationalen Detox-Kampagne von Greenpeace.

"Nun sehen wir endlich, dass Marken wie Levi’s auch auf giftfreie Mode setzen wollen. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch andere Hersteller wie Calvin Klein, Gap und Victoria’s Secret der Knopf aufgeht und sie ihre Abhängigkeit von gefährlichen Chemikalien beenden. Wir werden auch in Zukunft unseren Fokus auf jene Marken richten, die Giftstoffe zur Produktion ihrer Mode verwenden und uns dafür einsetzen, dass diese durch harmlose Substanzen ersetzt werden," sagt Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin.

Information über die Verwendung gefährlicher Chemikalien

Als Teil seiner Selbstverpflichtung wird Levi’s von den 15 größten Zulieferbetrieben (die alle mehrere Fabriken in China, Mexiko und an anderen Orten im Globalen Süden besitzen) bis spätestens Ende Juni 2013 die Veröffentlichung von Informationen über die Verwendung gefährlicher Chemikalien einfordern. Bis Ende 2013 sollen weitere 25 große Zulieferbetriebe folgen. Menschen, die in der Nähe dieser Betriebsstätten leben, erfahren nun endlich wichtige Informationen über die Freisetzung solcher Substanzen in die Umwelt.

Die Selbstverpflichtung von Levi’s erfolgt nur acht Tage nach der Veröffentlichung des Reports "Giftige Bedrohungen 3: Die Rolle Mexikos in der Schadstoffbelastung der globalen Textilindustrie aufdecken" in Mexiko City am 5. Dezember. Seit diesem Zeitpunkt haben mehr als 210.000 Menschen die Greenpeace Petition unterzeichnet, bei der Levi’s zum Entgiften seiner Kleidung aufgefordert wird. Zehntausende Menschen waren auf Facebook und Twitter aktiv, mehr als 700 Menschen haben in 80 Städten weltweit vor Levi’s Geschäften protestiert.

Bereits elf Marken auf giftfreien Wegen

Greenpeace hat im Jahr 2011 die Detox-Kampagne gestartet. Levi’s ist die elfte Marke, die eine glaubwürdige Selbstverpflichtung zur Beseitigung der Freisetzung aller gefährlichen Chemikalien in seiner Lieferkette und seinen Produkten abgibt. Als wichtiger Teil seiner Selbstverpflichtung ist die Beendigung der Freisetzung von perfluorierten Chemikalien (PFC) bis Ende 2015 und die Zusage, beim Einsatz von PFC-freien Alternativen und harmlosen Chemikalien bis 2015 führend mitzuwirken.

Die Detox-Kampagne von Greenpeace fordert von Modemarken die Freisetzung sämtlicher gefährlicher Chemikalien bis 2020 zu beenden und ihre Zulieferbetriebe dazu zu verpflichten, Informationen über die Verwendung von Giftstoffen zu veröffentlichen, damit die Menschen vor Ort über die Wasserverschmutzung informiert sind.

Zur Selbstverpflichtung von Levi’s

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