Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz verhindert

Infoseite - 22 November, 2012
Seit 2008 kämpfte Greenpeace gegen die Errichtung der geplanten Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz im Südburgenland.

Die Energie Burgenland AG hat am 22. November 2012 endlich das endgültige Aus für die Müllverbrennungsanlage (MVA) Heiligenkreuz bekannt gegeben.

Greenpeace hat seit 2008 gemeinsam mit den Menschen vor Ort in Österreich und im benachbarten Ungarn gegen die Errichtung dieser unsinnigen MVA gekämpft. Das Hauptargument war dabei von Beginn an: Es gibt keinen österreichischen Müll zu verbrennen. Genau das war der Grund für die endgültige Projektabsage.

Erfreulich ist die Ankündigung, dass die Energie Burgenland stattdessen die Windenergie weiter ausbauen will. Das Unternehmen ist bereits jetzt der beste Landesenergieversorger im Greenpeace-Stromcheck und könnte mit einem weiteren großangelegten Ökostrom-Ausbau seine Vorreiterrolle noch ausbauen.

Greenpeace hat gemeinsam mit lokalen Gruppen aus Ungarn und Österreich zahlreiche Aktionen gegen die Begas organisiert und auf diese Art einen öffentlichen Druck gegen die Anlage aufgebaut.

Argumente gegen die MVA

Umweltpolitische und gesundheitliche Aspekte:

Österreich würde zu einem Müll-Importland werden, da bis zu 300.000 Tonnen Müll jährlich importiert werden müssten.

Mülltransport führt zu einer LKW-Lawine.

Anstieg der Treibhausgase im Burgenland durch die Emissionen der Anlage und den zusätzlichen Mülltransport

Lärm und zusätzliche Luftschadstoffe

Die geplante Anlage würde in einem Feinstaubsanierungsgebiet stehen - dort darf es jedoch zu keinen Zusatzbelastungen kommen.

Es besteht die große Gefahr, dass Langzeitwerte einiger Luftschadstoffe überschritten werden, ebenso wie Grenzwertüberschreitungen bei der Bodenkontamination.

Die Lebensqualität in der Region wird gefährdet.

Ökonomische Aspekte:

Imageschaden für das Thermenland und den angrenzenden 3-Länder Naturpark Raab-Örség-Goricko

Zahlreiche Arbeitsplätze im sanften Tourismus werden durch den Imageschaden bedroht, ebenso wird die Region einen wirtschaftlichen Schaden erleiden.

Nur 25 neue Arbeitsplätze entstehen durch den Bau der Anlage, im Gegensatz dazu gehen vermutlich hunderte Arbeitsplätze im Tourismus verloren.

GegnerInnen der MVA

Die Liste der Gegner der MVA Heiligenkreuz ist lang. Unter anderem sind eindeutige ProjektgegnerInnen:

Die Mehrheit der Nachbarn und Nachbarinnen der Müllverbrennungsanlage

Die Bürgerinitiative gegen Abfallschweinerei (BIGAS)

Die Bürgerinitiative Pronas (in Szentgotthard, Ungarn)

Der Bürgermeister und der Gemeinderat von Szentgotthard

Thermeneigentümer und  -betreiber (Loipersdorf, Blumau,…)

Künstler/innen wie Harri Stojka, Jazz-Gitti, Istvan Grencso und Nacked Vibration

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