Klimawandel als Bedrohung
der Regenwälder

Infoseite - 12 Jänner, 2011
Die Bedeutung der Urwälder für den Klimaschutz ist in den letzten Jahren immer deutlicher geworden. Wälder sind wichtige globale Kohlendioxidspeicher. Durch die rasante Entwaldung riesiger Flächen in Südostasien, Brasilien und Zentralafrika sind erhebliche zusätzliche CO2-Emissionen entstanden.

Vernichtung des Regenwaldes heizt den Klimawandel zusätzlich an.

© Daniel Beltrá / Greenpeace

Klimaschutz und Urwaldschutz sind nicht zu trennen. Allein durch die Vernichtung der tropischen Wälder gelangen Jahr für Jahr 1,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Das sind rund ein Fünftel der globalen CO2-Menge, die der Mensch jährlich durch seine Aktivitäten freisetzt. Besonders die Torfwälder Indonesiens speichern so viel Kohlenstoff wie von allen Ländern der Erde jährlich emittiert wird.

Dabei wäre der Waldschutz laut Studien eine der billigsten und effizient­esten Maß­nahmen zur Ein­dämmu­ng des Klima­wandels. Würde die Urwald­zer­störung bis 2050 auch nur um fünfzig Prozent reduziert, so würden damit fünfzig Milliarden Tonnen Kohlen­dioxid vermieden, sagen Wissenschaftler.

Greenpeace setzt sich für einen weltweiten Abholzungsstopp bis 2020 ein (zero deforestation), denn die Wälder zu schützen ist einer der schnellsten und wirksamsten Methoden, um den Klimawandel abzuschwächen, die Biodiversität zu schützen und die Rechte der Wald-Gemeinschaften zu verteidigen. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, müssen sich die internationale Gemeinschaft,  Konzerne, Wald-Gemeinschaften und KonsumentInnen gemeinsam dafür einsetzen! 

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