Abholzung

Infoseite - 4 Jänner, 2011
Alle 2 Sekunden wird Regenwald in der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt und zerstört. Jährlich sind das 13 Millionen Hektar - eine Fläche so groß wie Griechenland.

Illegal geschlagenes Holz in der DRC wartet auf den Abtransport.

© Greenpeace / Jiro Ose

Abholzung - legale wie auch illegale - stellt neben dem Klimawandel die größte Bedrohung für die Regenwälder weltweit dar.

Für die massive Zerstörung der Wälder ist vor allem die Agroindustrie verantwortlich. Wälder werden gerodet, um Platz für Rinderfarmen oder für den Anbau von Ölpalmen und Soja zu schaffen. Auf diese Weise werden unersetzliche Regenwälder in Produkte verwandelt, die später zu Zahnpasta, Schokolade und Tierfutter verarbeitet werden.

Industrieller Kahlschlag für Bauholz, Zellstoff und Papier ist ebenfalls ein Grund für die Zerstörung des Regenwaldes. Als wäre es nicht genug, dass uralte Bäume in großer Zahl geschlägert werden, führen schlecht organisierte und ineffiziente Verfahren noch zusätzlich zu unnötigen Verlusten.

Ein verheerender Nebeneffekt der Abholzung ist, dass durch Straßen in die einst unberührten Wälder diese nun für Siedlungen, das Sammeln von Brennholz, die Jagd und Landwirtschaft zugänglich gemacht werden.

Neue Bedrohung: Klimawandel

Die Abholzung trägt wesentlich zum Klimawandel bei - sie ist für ein Fünftel der weltweiten Treibhaus-Emissionen verantwortlich. Deshalb hat Indonesien den weltweit drittgrößten Ausstoß von Treibhausgasen, dicht gefolgt von Brasilien. Gleichzeitig bedroht der Klimawandel selbst die Wälder in einem beachtlichen Ausmaß. 

Die globale Klimaerwärmung zerstört Bäume und erhöht die Tendenz zu Dürren und Waldbränden. Sterbende Bäume setzen CO2 frei, das wiederum die Temperaturen ansteigen lässt. Dieser Teufelskreis der (Wald-)Zerstörung stellt eine gefährliche Rückkopplungsschleife dar, die die globale Erwärmung jahrzehntelang antreiben, Lebenskreisläufe auf der Erde verändern und dramatische Veränderungen in der menschlichen Zivilisation einleiten könnte.

Der einzig vernünftige Weg in die Zukunft ist die Abholzung zu stoppen.  Greenpeace setzt sich für einen weltweiten Abholzungsstopp bis 2020 ein (zero deforestation), denn die Wälder zu schützen ist einer der schnellsten und wirksamsten Methoden, um den Klimawandel abzuschwächen, die Biodiversität zu schützen und die Rechte der Wald-Gemeinschaften zu verteidigen. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, müssen sich die internationale Gemeinschaft,  Konzerne, Wald-Gemeinschaften und KonsumentInnen gemeinsam dafür einsetzen! 

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