Abholzung für Soja

Infoseite - 17 Jänner, 2011
Soja wird als Tierfutter für Geflügel, Schweine oder Kühe und als Ausgangsstoff für Agro-Diesel nach Europa exportiert. Der große Appetit auf billiges Fleisch ist mitverantwortlich für die Zerstörung des Regenwaldes und die Verletzung der Menschenrechte in Amazonien.

Aktion für ein Soja-Moratorium bei McDonalds.

© Greenpeace / Jiri Rezac

Das Sojabusiness spielt sich in einem Sumpf von Zerstörung, Gewalt und Korruption ab, gegenüber dem der Rechtsstaat kläglich versagt. 2,5 Millionen Tonnen der brasilianischen Soja stammen heute aus Urwaldgebieten – und es werden stetig mehr. 2005 hat sich Brasilien vor den USA und Argentinien als Nummer eins unter den Sojaproduzenten positioniert.

Wofür dient das Soja?
In Form von Sojaschrot landet es zum großen Teil im Futtertrog von Tieren. An der Spitze der Importländer stehen die EU und China. Österreich importiert jährlich 600.000 Tonnen Soja – rund 60% davon sind genmanipuliert.

Soja-Moratorium
Im April 2006 verstärkte Greenpeace mit dem Bericht – «Eating up the Amazon» den internationalen Druck auf die Lebensmittel- und Futterindustrie. Darin wird aufgezeigt, wie sich der europäische Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf Amazonien auswirkt. In der Folge forderten McDonald’s und verschiedene Lebensmittelhändler zusammen mit Greenpeace von Cargill, Bunge, ADM und Maggi, den illegalen Sojaanbau im Regenwald zu stoppen.

Die Verhandlungen endeten im Juli 2006 mit dem Soja-Moratorium, das jedes Jahr verlängert wird. Kein weiterer Regenwald darf für Soja-Felder abgeholzt werden.
Bis 2015 soll es im Amazonas einen allgemeinen Abholzungs-Stopp geben und gar keine neuen Flächen mehr eingeschlagen werden.

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