Palmöl zerstört den Regenwald

Infoseite - 27 Dezember, 2010
In den letzten Jahren ist der Verbrauch von Pflanzenölen in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, sowie auch im Agro-Diesel stark angestiegen. Mit der steigenden Nachfrage nehmen auch die Palmölplantagen zu. Denn Palmöl ist weltweit das meist verwendete Pflanzenöl, 32 % des globalen Pflanzenölbedarfs werden damit gedeckt.

Brandrodung im indonesischen Urwald

© John Novis / Greenpeace

Palmöl ist in vielen Produkten unseres täglichen Lebens enthalten:

  • in Nahrungs- und Genussmitteln
  • in Fertigprodukten
  • in Kosmetikprodukten, Waschmitteln oder Kerzen.

Im sogenannten Paradise Forest von Indonesien wird derzeitig am schnellsten und brutalsten abgeholzt, um Platz für Ölpalm-Plantagen zu machen. Jede Stunde wird Regenwald in der Größe von 300 Fußballfeldern abgeholzt.

Mit der Entwicklung dieser Plantagenflächen sind extrem hohe CO2-Emissionen verbunden: um eine Plantage errichten zu können, wird zuerst der Urwald abgeholzt. Was vom Wald noch übrig bleibt wird brandgerodet. Danach werden die kohlenstoffreichen Torfböden entwässert. Diese speichern extrem viel CO2, das durch die Entwässerung in die Atmosphäre entweicht.

Dadurch ist Indonesien für ca. 8 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und steht hinter China und USA an dritter Stelle, der größten Klimasündern unserer Welt. Die Abholzung des Regenwaldes stößt jährlich rund 20% klimaschädlicher Treibhausgase aus – mehr, als der gesamte Automobil- und Flugverkehr zusammen.

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