Rinderzucht zerstört den Regenwald

Infoseite - 11 Jänner, 2011
Der Regenwald am Amazonas ist der größte noch intakte Regenwald dieser Erde. Doch die weltweite Nachfrage der Industriestaaten und Chinas nach Edelhölzern und Soja als Futtermittel bedroht immer größere Waldflächen. Aber auch illegal rodende Rinderzüchter bedrohen den Amazonas-Regenwald.

80% der abgeholzten Fläche des bras. Regenwaldes wird für die Rinderzucht verwendet.

© Greenpeace / Daniel Beltrá

Der Ablauf ist immer der gleiche. Zuerst werden beliebte Edelhölzer wie Mahagoni aus dem Wald geschlagen, dann gebrandrodet, schließlich werden Rinder auf die neu enstandenen Weiden gebracht. Zudem sind Land und Arbeitskräfte sehr günstig.So kann die Welt extrem billig mit Fleisch und Billigleder versorgt werden. Schuh- und Sportschuhhersteller profitieren von dem günstigem Leder.

Die brasilianische Umweltbehörde kann die riesigen Urwaldgebiete mangels finanzieller Ressourcen kaum gegen international agierende Holzkonzerne, Rinderzüchter und Soja-Exporteure schützen - mit dem Ergebnis, dass illegal eingeschlagen und gebrandrodet wird.

Rinder-Moratorium
Im Juni 2009 deckte Greenpeace mit dem Report "Slaughtering the Amazon" auf, wie Weltkonzerne wie Adidas, Nike oder Ikea von illegalen Rodungen des Amazonas-Regenwaldes profitieren. Innerhalb weniger Wochen nach Veröffentlichung des Reports haben die Supermarktketten WalMart, Carrefour und die Casino Gruppe ebenso wie die Schuhhersteller Nike, Timberland, Adidas, Geox und Clarks verkündet, dass sie absofort kein Fleisch oder Leder aus Urwaldzerstörung beziehen möchten. Fünf Monate nach dem Greenpeace Report lenkten auch Brasiliens größte Schlachthäuser ein – JBS, Marfrig sowie Minerva – und unterzeichneten im Oktober 2009 ein Abkommen mit dem Ziel, die Ausweitung von Rinderfarmen auf Kosten des Urwaldes zu stoppen.

Die Lösung:
Greenpeace arbeitet daran, dass die Rinderzucht-Unternehmen ihre Kriterien für ein erfolgreiches Abkommen erfüllen. Bis 2015 soll es im Amazonas einen allgemeinen Abholzungs-Stopp geben und keine neuen Flächen mehr eingeschlagen werden.

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