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Die Macht der Unternehmen

Infoseite - 12 Jänner, 2011
Wenn Konzerne die Möglichkeit haben, die Wälder dieser Welt zu zerstören, haben sie auch die Macht, sie zu retten. Wir untersuchen und prangern Umweltsünden der Konzerne rund um den Globus an und fordern unsere UnterstützerInnen auf, sich für den Planeten einzusetzen. Viele multinationale Unternehmen haben bereits ihre Praktiken geändert – doch wir müssen noch einen weiten Weg gehen, um die Wälder der Erde zu schützen.

© Greenpeace / Sandy Scheltema

Kein Soja aus dem Urwald

Im April 2006 verstärkte Greenpeace mit dem Bericht "Eating up the Amazon" den internationalen Druck auf die Lebensmittel- und Futterindustrie. Darin wird aufgezeigt, wie sich der europäische Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf Amazonien auswirkt. In der Folge forderten McDonald’s und verschiedene Lebensmittelhändler zusammen mit Greenpeace, den illegalen Sojaanbau im Regenwald zu stoppen.

Die Verhandlungen endeten im Juli 2006 mit dem Soja-Moratorium, das jedes Jahr verlängert wird. Kein weiterer Regenwald darf für Soja-Felder abgeholzt werden - ein kleiner Erfolg für den südamerikanischen Urwald.

© Greenpeace / Daniel Beltrá

Kein Leder aus dem Urwald

Im Juni 2009 deckte Greenpeace mit dem Report "Slaughtering the Amazon" auf, wie Weltkonzerne wie Adidas, Nike oder Ikea von illegalen Rodungen des Amazonas-Regenwaldes profitieren. Innerhalb weniger Wochen nach Veröffentlichung des Reports haben die Supermarktketten WalMart, Carrefour und die Casino Gruppe ebenso wie die Schuhhersteller Nike, Timberland, Adidas, Geox und Clarks verkündet, dass sie absofort kein Fleisch oder Leder aus Urwaldzerstörung beziehen möchten. Fünf Monate nach dem Greenpeace Report lenkten auch Brasiliens größte Schlachthäuser ein – JBS, Marfrig sowie Minerva – und unterzeichneten im Oktober 2009 ein Abkommen mit dem Ziel, die Ausweitung von Rinderfarmen auf Kosten des Urwaldes zu stoppen.

Greenpeace arbeitet daran, dass die Rinderzucht-Unternehmen ihre Kriterien für ein erfolgreiches Abkommen erfüllen.

© Greenpeace / Ardiles Rante

Kein Palmöl aus dem Urwald

Viele Weltkonzerne – wie Nestlé lassen sich Palmöl für ihre Produkte aus dem indonesischen Regenwald liefern. Greenpeace erhöhte daher den Druck auf die Unternehmen, genauer auf die Warenhandelskette zu achten und Verträge mit Sinar Mas, dem weltweit zweitgrößten Palmöl-Hersteller zu kündigen.

Unilever, Kraft und Burger-King folgten dieser Greenpeace-Forderung. Nestle reagierte ebenfalls nach einer kurzen Kitkat-Kampagne von Greenpeace im März 2010 darauf.

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