Im Juni 2011 deckte Greenpeace auf, dass Mattel und andere große Spielzeughersteller ihre Finger im desaströsen Spiel mit Indonesiens Urwald haben. Stichproben ergaben Spuren von Urwaldholz – so genanntem Mixed Tropical Hardwood (MTH) – und Akazienholz in den Verpackungen.

Der Weg, den Greenpeace durch die Analyse von Satellitenaufnahmen und Beobachtungen vor Ort zurückverfolgte, führt direkt zu Asia Pulp and Paper, einem Zellstoffunternehmen der Sinar Mas Gruppe. Dort lassen die weltweit größten Spielzeughersteller wie Mattel, Hasbro oder Disney ihre Wegwerf-Verpackungen auf Kosten der Umwelt produzieren.

 

500.000 Mails an Mattel

Die Produktion von Verpackungsmaterial ist für einen großen Teil der Urwaldabholzung in Indonesien verantwortlich. Sie zerstört die letzten Lebensräume bedrohter Tierarten. 500.000 Menschen haben ein Email an Mattel geschrieben und den Ausstieg aus der Regenwaldabholzung verlangt. Nach längerer Funkstille seitens Mattel wurde dann doch verhandelt. Danke an alle, die sich beteiligt haben.

 

Was wir erreicht haben

Nach 100 Tagen hundert tausender Proteste – endlich der Erfolg:

  • Mattel bekennt sich öffentlich zu einer Umstellung auf gänzlich Regenwaldholz-freies Verpackungsmaterial. Ein großer Erfolg für den (indonesischen) Regenwald und seine Bewohner
  • Mattel fordert seine Lieferanten auf, keine aus Urwaldholz stammenden Holzfasern mehr zu verarbeiten. Eines dieser Unternehmen ist die berüchtigte Asia Pulp and Paper Gruppe (APP), die wie Greenpeace-Nachforschungen zeigen, in die großflächige indonesische Urwaldrohdung involviert ist.
  • Mattel verkündete den Verzicht auf Holzfasern, die aus Baumplantagen in ehemaligen Urwaldgebieten stammen. Die Umwandlung von Regenwaldgebieten in Zellstoff-Plantagen ist mitunter ein zentraler Grund für die großflächige Urwaldrohdung in Indonesien.
  • Mattel bekennt sich dazu, den Anteil an Recycling-Papier in der Produktion zu erhöhen sowie die Verwendung von Forest Stewardship Council (FSC) zertifizierten Holzprodukten voranzutreiben.

 

 

Wie geht es weiter?

Trotz dieses großen Erfolges ist Zellstoffhersteller und Zulieferunternehmen Asia Pulp and Paper (APP) weiterhin nicht bereit ihrer großflächigen Regenwaldrodung zu Produktionszwecken ein Ende zu bereiten. In den letzten beiden Wochen hat Greenpeace deshalb mit der tiger-eye-tour den Druck weiter erhöht.

Greenpeace wird also weiter dran bleiben. Der Druck im Spielzeugsektor wird dafür sorgen, dass auch andere große Firmen aus dem vernichtenden Geschäft mit dem Regenwald aussteigen … dank Ihrer Unterstützung.


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