Hinweis: Onlinespenden bis spätestens 28.12.2014 können rechtzeitig eingezogen werden, um Ihre Spende 2014 steuerlich absetzbar zu machen.
Danke für Ihr Verständnis! ▶ Jetzt online spenden

Abholzungsstopp und Finanzierung des Urwaldschutzes

Infoseite - 11 Jänner, 2011
Greenpeace setzt sich für einen aussagekräftigen, internationalen Mechanismus, bekannt als REDD (Reducing Emissions from Degradation and Deforestation) ein, um die weltweite Abholzung zu stoppen.

© Oka Budhi / Greenpeace

Die Grundidee von REDD ist, dass Waldschutz verhältnismäßig billiger Klimaschutz ist und dass Entwicklungsländer für die Erhaltung ihrer Wälder finanziell entschädigt werden sollten. Damit kommen aber schnell sehr hohe Geldsummen ins Spiel, was gerade in Ländern mit korrupten Regierungssystemen und schwacher Gouvernance mit großen Risiken verbunden ist.

Viele Wald-Gemeinschaften werden von Diskussionen, die ihre unmittelbare Lebenswelt betreffen, ausgeschlossen. Die besten Hüter des Waldes sind aber dessen langjährige Bewohner - deshalb ist es verständlich, dass kein REDD-Prozess ohne den vollständigen Miteinbezug der Zivilgesellschaft - und vor allem der lokalen und indigenen Waldbevölkerung ausgearbeitet werden darf.

Waldemissionszertifikate zu kaufen, anstatt im eigenen Land den Energiesektor zu verbessern, ist keine Lösung, findet Greenpeace. Die Gefahr, dass Schlupflöcher gefunden werden, um die eigenen Hausaufgaben nicht zu machen, ist groß. Und die sind dringend nötig - deshalb fordert Greenpeace:

  • den Energiebereich auf erneuerbare Energien umstellen
  • Industrieemissionen deutlich reduzieren
  • Finanzierung von Waldschutz und Klimaschutzmaßnahmen

Themen