Niederlage für Sinar Mas

Infoseite - 19 August, 2010
Beschämender Ausgang der Rechnungsprüfung für Sinar Mas

Am 19. August 2010 gab es eine Rechnungsprüfung über einige seiner vielen Konzessionen in Indonesien. Greenpeace hatte sich nicht viel Neues von Sinar Mas erwartet – und dennoch überraschte uns folgendes Ergebnis positiv:

Die Rechnungsprüfung bestätigt den Gesetzesbruch der indonesischen Gruppe Sinar Mas. Sinar Mas wurde zu einem beschämenden Rückzieher gezwungen, nachdem unabhängige Rechnungsprüfer feststellten, dass von Sinar Mas „falsch berichtet als auch veröffentlicht und präsentiert wurde“.

Die Rechungsprüfung bestätigt, dass Sinar Mas mit seinen Abholzungs-Tätigkeiten in Torfgebieten und Regenwald ohne eigene Konzession, das indonesische Gesetz gebrochen hätte. Sinar Mas hätte weiters ihre Kunden und Aktionäre mit falschen Informationen getäuscht, um sich als verantwortlicher und nachhaltig agierender Konzern zu präsentieren. „Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Die Rechnungsprüfung hat auch gezeigt, wie oft Sinar Mas das indonesische Gesetz, RSPO-Richtlinien und seine eigenen Nachhaltigkeitsverpflichtungen übertreten hatte“, fasst Bustar Maitar von Greenpeace Indonesien zusammen.

Sinar Mas war direkter und indirekter Zulieferer von Nestle. Der Konzern ist verantwortlich für riesige Kahlschläge im indonesischen Regenwald, um Platz für ihre Palmöl-Plantagen zu schaffen. Diese Gebiete waren nicht nur Lebensraum für Orang-Utans und den stark gefährdeten Sumatara-Tiger, sondern auch riesengroße, natürliche Kohlenstoffspeicher. Wenn diese Torfgebiete zerstört werden, geben sie Unmengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre frei und heizen den Klimawandel zusätzlich an.

Durch diese riesigen Abholzungsflächen ist Indonesien an dritter Stelle der größten Klimasünder der Welt – hinter China und den USA!  

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