© Greenpeace / Oka Budhi - Ein Vogelschwarm über den Regenwald-Moorwiesen in Japura, Indonesien © Greenpeace / Nick Cobbing - Die Arktis Sunrise, festgemacht an einer Eisscholle © Greenpeace / Paul Hilton - Tsai Szu-Ting auf der Rainbow Warrior II © Greenpeace / Steve Morgan - Aktivisten klettern auf die Plattform Leiv Eiriksson © Greenpeace / Nick Cobbing - Da Vinci's Vitruvianischer Mensch im Eis der Arktis © Greenpeace / Daniel Müller - Castor-Transport Aktion in Deutschland © Greenpeace / Roger Grace - Ein Blauhai in einem japanischen Treibnetz gefangen © Greenpeace / Daniel Beltrá - Palmölplantage in Borneo, Indonesien © Greenpeace / Kristian Buus - Elektroschrott in der nähe des Alaba International Market, Nigeria © Greenpeace / Michael Desjardins - Gentechnik Kornkreis-Aktion in Kananda © Greenpeace / Will Rose bzw. Greenpeace / Ex-Press / Michele Limina © Greenpeace / Christian Åslund - Dokumentation der Klimawandel-Auswirkungen, Norwegen

 

40 Jahre Greenpeace

mutig, unabhängig, gewaltfrei, international

 

1971 stechen die kanadischen Gründer von Greenpeace mit ihrem kleinen Schiff „Phyllis Cormack“ in See, um die unterirdischen US-Atom­bomben­tests auf den Aleuten-inseln vor Alaska zu stoppen. Ein Benefizkonzert finanzierte ihre waghalsige Mission.

Die Bilder des ersten Regenbogenschiffs gehen rasch um die Welt. Greenpeace ist geboren. Die Hippies, Pazifisten und Umweltschützer der Gründerjahre stecken tausende Menschen mit ihren Träumen an. Seither kämpft Greenpeace mit Büros in 40 Ländern für den Umwelt­schutz. Die stets gewaltfreien, oft spektakulären Aktionen erregen Aufmerksamkeit. Die Kampagnen verändern die Welt.

 
 

Greenpeace International

Greenpeace International, mit Sitz in Amsterdam, koordiniert Kampagnen und unterstützt die nationalen Büros bei der Durchführung. Die Lokalbüros organi­sieren zudem eigenständige, länderspezifische Kampagnen.

 

 

Greenpeace in Österreich

Engagierte UmweltaktivistInnen gründen 1982 in Wien die „Freunde von Greenpeace“, kurz darauf öffnet das österreichische Greenpeace-Büro seine Türen. Bereits die erste Protestaktion 1983 in Österreich erreicht die Schließung der dioxinverseuchten Tri­chlor­phenol­anlage der Chemie Linz. Seit 2000 koordiniert das heimische Büro auch die Greenpeace-Arbeit in Zentral- und Osteuropa.

 

Ihre Friedensflotte auf hoher See

Wilder Seegang, volle Kraft voraus!

 

Die Greenpeace-Schiffe sind seit Beginn Herzstück unserer Arbeit: Sie begleiten Kampagnen an vorderster Front und dokumentieren Umweltzerstörung in den entlegensten Gebieten der Erde. Zur Flotte gehören weiters ein Hubschrauber, ein Leichtflugzeug und ein Heißluftballon.




Live-Webcam der Rainbow Warrior III

Rainbow Warrior III webcam Illustration der Rainbow Warrior III
 
 

Rainbow Warrior III

Die Regenbogenkriegerin

Das erste von Greenpeace komplett neu gebaute Flaggschiff, 100% öko­logisch und kampa­gnen­tau­glich. Sie stach Ende 2011 erstmals in See.
mehr über das Schiff

 

 

Esperanza

Erste der Eisklasse

Das einstige Forschungs­schiff wurde 2002 für Greenpace um­gebaut. Die Esperanza ist schnell und eignet sich besonders für Einsätze in Eiswasser.
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Arctic Sunrise

Die Eisbrecherin

Sturmerprobt und seit 1996 Teil der Flotte. Davor lange Jahre als Frachter und Eis­brecher in der Arktis und Antarktis unterwegs.
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Wie arbeitet Greenpeace?

"Wenn eine gute Idee am Tisch ist und man was machen will, dann funktioniert das."

 

Der Kampf für den Umweltschutz erfolgt auf vielen Ebenen. Neben unserer Forschungs-, Informations- und Aktionsarbeit ist auch das Lobbying ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

 

01

Forschung

Das Greenpeace-Forsch­ungs­labor mit Sitz in Groß­britannien ist spezi­alisert auf Toxi­kolo­gie, ana­lytische Chemie, Bio­chemie sowie terrest­rische und marine Ökologie. Darüber hinaus werden un­ab­hängige Institutionen beauftragt.

 

 

02

Information

Greenpeace steht durch Pressemitteilungen, Zeit­schriften, Newsletter und Website in ständigem Kontakt mit Medien und Unter­stützer­Innen. In Aktions­aufrufen wird die Öffentlichkeit mobilisiert.

 

 

03

Aktionen

Ob der Produktionsstopp einer umweltbelastenden Industrie­anlage, das Block­ieren eines Fisch­trawlers durch Schlauch­boote oder das Anketten an alte Baum­bestände – gewalt­freie Aktionen machen international auf Missstände aufmerksam.

 

 

04

Lobbying Politik

Greenpeace berät die Vereinten Nationen in Umwelt­fragen und betreut nahezu alle inter­natio­nalen Umwelt­abkommen. Ver­treter­Innen von Greenpeace-Zweigstellen engagieren sich zudem in Fragen lokaler Umwelt­politik.

 

 

05

Lobbying Firmen

Einige Kampagnen richten sich direkt an nahmhafte, inter­natio­nale Unter­nehmen, um Druck auszu­üben und schädliche Praktiken zu unterbinden.

 

 

06

Fundraising

Für schnelles und effektives Handeln brauchen wir Spenden von Privat­personen. Um positiv auf künftige Förderer zugehen zu können, führen wir unsere Förderer­werbung selbst durch.

 

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo im Einsatz

Gemeinsamer Kampf für die Umwelt

 

Das Mutterschiff „Esperanza“ ist schon ein Stück weit weg, die Bohrinsel Leiv Eiriksson rückt immer näher. Soeben wurde noch die Videobotschaft auf­ge­nommen, wasserfeste Kleidung angezogen und schon kämpft sich Kumi Naidoo im Strahl des auf ihn gerichteten Wasserwerfers die 30 Meter an Bord der Plattform. Nonviolent Direct Action nennt sich Naidoos Unternehmung und niemand hat darin so viel Erfahrung wie die Organisation, die er leitet: Greenpeace.

Die Ölfirma Cairn Energy führt Probe­bohrungen in der Arktis durch und kann keinen Plan vorweisen, der im Notfall eine Katastrophe wie jene der Deepwater Horizon im Golf von Mexico verhindern würde. Greenpeace-AktivistInnen sind wochenlang vor Ort, versuchen in Überlebens­kapseln die Bohrungen hinaus­zu­zögern, klettern an Deck und verschanzen sich in Kran­kabinen. Nachdem die Bohrungen einige Tage aufgehalten wurden, werden sie gemeinsam mit Kumi Naidoo verhaftet – ohne Stellung­nahme von Cairn Energy. Obwohl Cairn Energy 2011 kein Öl in der Arktis gefunden hat, sollen die Sondierungen fortgesetzt werden. Auch Greenpeace bleibt weiterhin vor Ort und kämpft für den Stopp des Ressourcen-Raubbaus.

 

Aktionen weltweit

Das Vorgehen gegen Cairn Energy ist nur einer der vielen Kämpfe, die Green­peace weltweit gegen Umwelt­verbrechen führt. Schwer­punkt der Greenpeace-Arbeit ist die internationale Kam­pagn­en­arbeit zum Schutz der Umwelt. In den folgenden Unterkapiteln möchten wir Ihnen unsere Kampagnen-Themen vorstellen.

 

 

Video der Aktion mit Kumi Naidoo

 

Aktiv werden gegen den Klimawandel:

Auf dünnem Eis

 

 

Seit jeher schwankt das Klima

Warme Perioden und Eiszeiten wechseln sich im Laufe der Erdgeschichte ab. Ursachen? Zum Beispiel zyk­lische Änderungen im Stand der Erdachse. Soweit nichts Neues. Aber: Heute leben knapp sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Sie verbrauchen inner­halb weniger Generationen jene Kohlenstoffvorräte, die die Erde über Millionen Jahre in Öl, Gas oder Stein­kohle angereichert hat. Bei der Verbrennung von Kohlenstoff entsteht das Treibhausgas CO2, das Wärme festhält. Es sorgt dafür, dass sich die Erde aufwärmt - und zwar viel zu schnell.

 

Wärmer als uns lieb ist

Alles weist darauf hin, dass wir bis zur nächsten Jahr­hundert­wende mit einem Temperatur­anstieg von mehreren Grad Celsius rechnen müssen. Das hätte kata­stro­phale Folgen: der Meeresspiegel wird ansteigen und Klimazonen werden sich verschieben. In vielen Regionen der Erde sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar. Ärmere Länder sind besonders be­troffen, da Naturkatastrophen ihre leicht verwundbare Wirtschaft am härtesten treffen. Zum Stopp des Klima­wandels muss der Mensch seinen CO2-Ausstoß drastisch reduzieren.
mehr Infos zum Thema Klima

 

 

Was wir fordern

  • Der Schutz des Klimas muss gegen die Interessen der Indust­rie­giganten verteidigt werden.
 

Was wir tun

  • Wir arbeiten welt­weit daran, die Energie­ver­sorgung um­zu­stellen.
  • energy [r]evolution now! Greenpeace und der European Renewable Energy Council (EREC) haben ein welt­weites Szenario ent­wick­elt, das zeigt, wie ein Umstieg auf erneuerbare Energien funk­tio­nieren kann. Für Maß­nahmen in Öster­reich liegt eine eigene Studie vor.
 

Erfolge

  • Seit 2010 stoppt Greenpeace immer wieder Bohrversuche von Cairn Energy in ark­tischen Ge­wäs­sern. Ein Ölteppich in Folge eines Bohrunfalls wäre im sen­siblen Ökosystem der Arktis unmöglich zu säubern.
  • Seit 2009 sind alle Auto­her­steller der EU gesetzlich dazu ver­pflich­tet, klima­schonende Fahrzeuge zu entwickeln.
    weitere Klima-Erfolge

 

Die Greenpeace Atom-Eingreiftrupps:

Bitte alle aussteigen!

 

Greenpeace spricht sich seit 40 Jahren gegen die Nutzung von Atomenergie aus. Trotz zahlreicher Teilerfolge bleibt die Situation brisant. Mit Hilfe Ihrer Spende kämpfen die Greenpeace Atom-Eingreiftrupps weiterhin für ein atomfreies Europa.

Rund 420 Atomkraftwerke sind nach dem verheerenden Reaktorunfall in Fukushima weltweit noch am Netz. In Europa wächst der Widerstand der Bevölkerung gegen Kernkraftwerke zusehends. Dennoch liegen die Pläne für hunderte neue Kraftwerke in den Schubladen der Atomindustrie und vieler atomenergiefreundlicher Staaten.

 

Atomenergie ist nie sauber

Unfälle wie in Fukushima oder Tschernobyl haben immer wieder gezeigt, dass die Atom­strom-Tech­nologie nicht kal­kulier­bare Risiken birgt. Dazu kommt, dass der benötigte Rohstoff Uran be­grenzt ist und eine geeignete Form der End­lager­ung des über Jahrtausende strahlenden Atom­mülls noch nicht gefunden wurde.

 

Österreich: Ein Blick hinter die Strom-Kulissen

Österreich importiert derzeit noch die Produktionsmenge von etwa zwei durch­schnitt­lichen Atom­reaktoren. Das ent­spricht einem Atomstrom-Anteil von etwa 4 Prozent des gesamten Imports.
mehr Infos zum Thema Atom

 

 

Was wir fordern

  • Kein Bau neuer Atomkraftwerke
  • Keine AKW-Laufz­eit­verlängerungen
  • Mehr Sicherheit für bestehende AKW
  • Ein Verbot von Atomstrom­importen
 

Was wir tun

  • Greenpeace betreibt politisches Lobbying gegen Atomkraft. Mit Recherchen / Doku­mentation unterstützen wir JournalistInnen und klären die Öff­ent­lich­keit auf.
  • In wissenschaftlichen Studien beleuchtet Greenpeace die Risiken der Kernenergie und ent­wirft Szenarien für den Um­stieg auf alternative Energien.
  • Die Atom-Eingreiftrupps setzen mit Protesten und Aktionen, wie der friedlichen Blockade der Castor­transporte, sichtbare Zeichen.
 

Erfolge

  • Deutschland hat den Atom­ausstieg be­schlos­sen und in der Schweiz soll 2019 der erste Meiler vom Netz genommen werden.
  • Mittlerweile werden weltweit mehr Atom­kraft­werke ge­schlossen als neu gebaut.
  • Große InvestorInnen ziehen Gelder ab, der öffentliche Druck gegen Atomkraft steigt.
    weitere Atom-Erfolge

 

Mit Ihrer Hilfe beenden:

Die Seenot der Meere

 

Unser blauer Planet Erde ist zu drei Viertel mit Meeren bedeckt. Im Laufe von Jahr­millionen hat sich die atemberaubende Artenvielfalt der Ozeane entwickelt – sie ist Sinnbild für einen unermesslichen Lebensreichtum.

Der Einfluss des Menschen bringt das Gleichgewicht der Meere in große Gefahr: Ölverseuchte Strände, abgestorbene Korallenriffe, überfischte Meere und radioaktiv verseuchtes Wasser sind traurige, allgegenwärtige Zeichen der Zerstörung.

 

Meeresverschmutzung

Industrialisierung und die Konsumgesellschaft hinter­lassen ihre Spuren im Meer: Millionen Tonnen an Plastikmüll, Dauergifte, Düngemittel und Abwässer vers­chmutzen die Ozeane. Algenplagen sind die Folge. Meerestiere ver­enden. Dauergifte werden über dem Meer abgeregnet und gelangen über die Nahrungskette wieder auf unsere Teller.

 

Überfischung

Meeresfische galten lange Zeit als un­erschöpf­liches Gut. Heute sind in Europa fast 90 Prozent des Speise­fisch­bestandes überfischt. Die Flotten der indus­triellen Fisch­er­ei dringen von den leer­gefischten Küsten­regionen in ent­ferntere Gebiete und immer größere Tiefen vor. Aggressive Fang­methoden wie die Grund­schlepp­netz-Fischerei zerstören den Meeres­boden. Das Ausmaß der illegalen Piraten­fischerei auf hoher See wächst.

 

Beifang

Jedes Jahr werden mehrere Millionen Tonnen sinnlos getöteter Beifang von Fischereischiffen wieder über Bord geworfen. Unter Beifang versteht man un­er­wün­schte oder zu kleine Fische, sowie Schild­kröten, Haie, Seevögel, Robben, Wale und Delfine.
mehr Infos zum Thema Meere

 

 

Was wir fordern

 

Was wir tun

  • Greenpeace ist stets mit drei Schiffen auf den Meeren im Einsatz. Wir kämpfen und forschen vor Ort für den Meeresschutz.
  • Greenpeace setzt sich auf poli­tischer Ebene für die Ozeane und Meeres­bewohner ein, deckt Um­welt­skandale auf und mobi­li­siert.
 

Erfolge

  • 2010: Tunfischfang-Verbot in zwei Westpazifik-Gebieten.
  • 1982: Verbot des kom­mer­ziel­len Walfangs nach heftigen Greenpeace-Protesten
    weitere Meere-Erfolge

 

Mit Ihrer Spende retten:

Urwald ist unersetzbar

 

Urwälder – Lebensraum für indigene Völker und seltene Tier- und Pflanzenarten – sind von der industriellen Abholzung bedroht. Die weltweite Urwaldfläche ist bereits auf 20 Prozent ihrer einstigen Ausdehnung geschrumpft. Gerodet wird wegen des Tropenholzes und um günstige Flächen für den Anbau von Soja- und Ölpalmplantagen, sowie Weideland für die Rinderzucht zu gewinnen.

 

Waldschutz ist Klimaschutz

Die grünen Lungen der Erde, wie etwa der Amazonas oder die Urwälder Indonesiens binden riesige Mengen an Kohlenstoff. Dieser für die Regulierung unseres Klimas essentielle Speicher geht bei der Abholzung verloren.

 

Urwälder von Morgen schaffen

Das Ziel von Greenpeace ist es, nicht nur die Urwälder zu erhalten, sondern auch neue Wälder zu schaffen. Denn nur in riesigen, zusammen­hängenden Wald­flächen kann sich der Pflanzen- und Tierbestand erholen.

 

Europas letzte Wälder

Am Ende der Eiszeit bedeckten Rot­buchen­wälder praktisch ganz Europa. Heute sind davon nur mehr ca. 15 Prozent vorhanden. Die größten Bestände an naturnahen Wäldern besitzt mit fast zwei Millionen Hektar Rumänien.
mehr Infos zum Thema Urwälder

 

 

Was wir fordern

  • Einen weltweiten Ab­holzungs­stopp.
  • Die Errichtung großer Schutz­gebiete zum Erhalt der letzten Urwälder und ihrer Bio­diversität.
  • Ein Verbot der industriellen Nutzung des Regenwaldes.
 

Was wir tun

  • Greenpeace betreibt Lobbying für den Erhalt der Urwälder.
  • Wir dokumentieren illegale Ro­dung­en und schreiten direkt ein.
  • Wir stellen Konzerne zur Rede und klären Konsumenten auf.
 

Erfolge

  • Lebensmittelriesen wie Kraft, Nestlé und Burger King reagieren 2010 auf Greenpeace-For­der­ungen und beziehen kein Palm­öl mehr aus dem indo­nesischen Regen­wald.
  • Auf Druck von Greenpeace unter­zeichnen Brasiliens größte Schlachthöfe 2009 ein Abkommen zum Stopp des Ausbaus von Rinderfarmen auf Kosten des Urwaldes.
  • Seit 2006 besteht für den südamerikanischen Urwald ein Soja-Moratorium, das weitere Abholzungen für Soja-Felder untersagt. Der Greenpeace-Bericht Eating up the Amazon konnte eine Veränderung bewirken.
    weitere Urwald-Erfolge

 

Was wir mit Ihrer Spende aufspüren:

Unsichtbare Gefahren

 

Täglich produziert die chemische Industrie zehntausende synthetische Stoffe. Unter ihnen sind zahlreiche Chemikalien, deren Wirkung auf Mensch und Umwelt nicht ausreichend getestet werden, bevor sie zum Einsatz kommen.

Als Folge gelangen krebserregende, erbgutschädigende oder umweltgefährdende Substanzen – sogenannte Toxics oder Umweltgifte – in Waren und Produkte. Betroffen sind Gebrauchsgegenstände wie Handys und Computer, Kleidung und Schuhe, aber auch Drogerieprodukte und Lebensmittel.

 

Die Sondermüllberge wachsen

Nicht nur bei Pro­dukt­her­stellung und -verwend­ung werden toxische Stoffe freigesetzt, sondern oft weit über die Ent­sor­gung hinaus. Die Gesund­heits- und Umwelt­belastungen des Kunst­stoffs PVC sind lange bekannt.

Eine große Heraus­forder­ung sind die rasant wach­sen­den Berge von Elek­tro­nik­schrott, die beträcht­liche Anteile an Gift­stoffen wie Blei und Cadmium ent­halten. Statt Alt­geräte einem sicheren Recycling zuzuführen, werden immer noch große Mengen in Ent­wicklungs­ländern ent­sorgt und ver­giften die dortige Bevölkerung.
mehr Infos zum Thema Umweltgifte

 

 

Was wir fordern

  • Ein wirksames EU-Chemikalien­recht mit Zulassungspflichten und Kontrollen.
  • Moderne Recyclinganlagen in Verantwortung der Elektronik-Hersteller.
  • Eine pestizidfreie Lebens­mittel­produktion nach Bio-Standards.
  • Den Verzicht auf Plastik.
 

Was wir tun

    • Greenpeace setzt sich für den Ersatz von giftigen Chemikalien ein. Wir initiieren Kampagnen und veröffentlichen Produkttests.
    • Der Greenpeace-Report
"Schmutzige Wäsche"
      schildert die Vergiftung chinesischer Flüsse durch internationale Textilfirmen. Greenpeace fordert die Elektronik­branche dazu auf, grüner zu werden. Als Kaufhilfe für KonsumentInnen dient der Ratgeber
Grüne Elektronik
    .
 

Erfolge

  • 2011: Die internationale Detox-Kampagne im Bereich Textil hat Riesen wie Nike, Adidas, Puma, H&M und C&A zu dem Zu­ge­ständ­nis gebracht, ihre Produktionen zu „entgiften“.
  • 2010: Argentiniens größte Batteriehersteller müssen für die Entsorgung von zehn Tonnen giftigen Mülls aufkommen.
  • 2008-2009: Greenpeace setzt sich in Österreich für den stark verschmutzen Fluss Raab ein und bewirkt, dass ansässige Firmen ihr Abwasser klären.

 

Ihre Online-Plattform für bewussten Konsum

marktcheck.at

 

Für viele KonsumentInnen ist Umweltschutz ein entscheidendes Kriterium beim Einkauf – sie möchten durch ihr Konsumverhalten ihren Teil zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Greenpeace hat deshalb gemeinsam mit Partnerorganisationen die Online-Plattform marktcheck.at gegründet und bietet umfangreiches Wissen zu verschiedenen Themen wie Einkauf, Wohnen, Bauen, Reisen und Mobilität an.

In der marktcheck-Datenbank werden Produkte genauer unter die Lupe genommen und hinsichtlich der Kriterien Ökologie, Tierschutz und soziale Aspekte untersucht. Darüber hinaus finden sich in der Datenbank noch ein Firmen-, ein Inhaltsstoff- und ein Gütesiegelverzeichnis.

 

Der ökologische Fußabdruck

Der ökologische Fussabdruck misst jene Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion der Kleidung, der Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, zum Abbau des erzeugten Mülls und zum Binden des freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.

Durch die steigende Bevölkerungszahl stehen derzeit weltweit bereits nur mehr 1,8 Hektar pro Person zur Verfügung. In Österreich liegt der Durchschnitt bei 4,9 verbrauchten Hektar.

Bei diesen Zahlen wird schnell klar: Jeder einzelne muss Verantwortung übernehmen: Wenn wir nicht weniger fliegen, intelligenter mit dem Auto umgehen, weniger Fleisch essen, unsere Häuser besser dämmen und Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen, werden wir unsere Welt irgendwann einfach verbraucht haben.
zur marktcheck.at-Webseite

 

 

Keep in Mind

  • Ein Backrohr verbraucht für die gleiche Kochleistung ca. fünf Mal mehr Energie als eine Herdplatte.
  • Der richtige Reifendruck hilft Treibstoff zu sparen, daher sollte er regelmäßig überprüft werden.
  • Blumenerde stets ohne Torf kaufen – das schützt die letzten europäischen Moore und das Klima.
  • LED-Lampen sind sparsamer als Energie­spar­lampen, leben länger und enthalten keine Schadstoffe wie Quecksilber.
  • Das Ab­schal­ten von Standby­geräten und der Kauf spar­samer Elektrogeräte sind wichtige Beiträge zur Energie­effizienz.

 

Aktiv werden

für die Umwelt

 

Als Förderer machen Sie durch Ihre Spende unsere Arbeit erst möglich. Wenn Sie sich darüber hinaus für Greenpeace einsetzen möchten, so können Sie dies auf vielfältige Art und Weise tun: Mobilisieren, sensibilisieren, infomieren, verbreiten und – als letztes Mittel – gewaltfrei einschreiten, das ist die Vorgehensweise von Greenpeace.

 

Aktivist werden

Mobilisieren, sensibilisieren, informieren und verbreiten lauten die Schlagworte und wird nicht zugehört, schreitet Greenpeace gewaltfrei ein. Hinter sämt­lichen Aktivitäten steckt viel interne Arbeit und im Besonderen der Einsatz von freiwilligen AktivistInnen.

 

Cyber-Aktivist werden

Regelmäßig werden Online-Petitionen an tausende CyberaktivistInnen verschickt, die von zu Hause aus gegen Umwelt­skandale vorgehen und mit ihren E-Mails Druck auf Regierungen und Firmen aus­üben. Greenpeace ist in sozialen Netzwerken aktiv: Einerseits zur Infor­mation in eigener Sache, anderer­seits um via Mobili­sierung z.B. Firmen­präsenzen bewusst mit verärgerten und enttäuschten UserInnen zu konfrontieren.

Folgen Sie uns auf:

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Praktikum bei Greenpeace

Greenpeace vergibt Praktikumsstellen für Studierende in den Bereichen Kampagnen­planung, Volunteer-Koordination und Fund­raising, Kommuni­kation und Web-Verwaltung, Medien-, Foto- und Pressearbeit.

 

Grüner Konsum

KonsumentInnen haben einen großen Einfluss auf die Produktionsstrategien von Unternehmen. Greenpeace bietet auf der Plattform marktcheck.at praktische Informationen rund um eine nachhaltige Lebensweise an.
Jetzt aktiv werden!

 

In guten Händen:

Spenden mit Garantie

 

Greenpeace finanziert sich bewusst nur durch Privatpersonen und lässt sich weder von Regierungen, noch von Unternehmen oder politischen Parteien unterstützen.

 

Das Spendengütesiegel

Das Österreichische Spendengütesiegel garantiert den transparenten und sach­gerechten Einsatz der Gelder.

Seit 2002 wird Greenpeace jährlich von der Kammer der Wirtschafts­treu­händer geprüft und mit dem Spendengarantie-Ausweis ausge­zeichnet. Von der Rech­nungs­legung bis hin zu ethischen Fragen wird die Organisation durch­leuch­tet. Jede Spende wird wirklich dort ein­ge­setzt, wo man sie dringend braucht.

Greenpeace ist Mitglied der Qualitäts­initiative Fördererwerbung. Das sichert die Qualität in der Gewinnung neuer Mitglieder: www.qualitaetsinitiative.at

 

Spendenabsetzbarkeit

Mit 01.01.2012 sind Spenden an Greenpeace in Österreich steuerlich absetzbar. Was dies für Sie bedeutet und welche Schritte notwendig sind, um Ihre Spende beim Finanzamt steuerlich geltend zu machen, erfahren Sie auf unserer Webseite zur Spendenabsetzbarkeit.

 

 

Mehr Informationen

Unseren Jahresbericht finden Sie online zum Nachlesen.

 

Infos für Spendenanliegen

Tel. +43 1 545 45 80
E-Mail.

 

Spendenkonto

Kto.Nr. 77 07 100
BLZ. 60 000

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