Alle gemeinsam für den Schutz der Bienen

Natur&Emwelt und Greenpeace freuen sich über das große öffentliche Interesse

Communiqués de presse - avril 15, 2014
Luxemburg, 15. April 2014 – natur&ëmwelt a.s.b.l. und Greenpeace ziehen eine Woche nach dem Start der gemeinsamen Kampagne zum Schutz der Bienen eine erste positive Bilanz. Das öffentliche Interesse ist groß: innerhalb von wenigen Tagen unterstützten mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger eine an den Landwirtschaftsminister und die Umweltministerin adressierte Petition (1). Auch ein Seminar zur artgerechten Bienenhaltung, welches am vergangenen Samstag stattfand, war ausgebucht. Weitere Aktivitäten finden in den kommenden Wochen statt, zu denen die beiden Organisationen die Öffentlichkeit einladen. Neben der deutschsprachigen Fassung der Webseite www.savethebees.lu gibt es jetzt auch eine französischsprachige Version. Interessierte Besucher erhalten dort Informationen über die Problematik des Bienensterbens und erfahren, wie jeder Einzelne zum Bienenschutz beitragen kann.

 
Bienen produzieren nicht einfach nur Honig: als wichtigster Bestäuber stellen sie den Schlüssel für die Nahrungsmittelproduktion dar. Ein Drittel unserer Lebensmittel – Gemüse, Früchte, Nüsse, Gewürze und Pflanzenöle – sowie unsere einheimische Flora sind auf Bestäubungsinsekten angewiesen. natur&ëmwelt und Greenpeace fordern deshalb die verantwortlichen Politiker auf, mehr für den Bienenschutz zu tun. Bei der aktuellen Ausarbeitung des Plan de Développement Rural 2014-2020 und des Nationalen Aktionsplans Pestizide müssen jetzt die Weichen für eine pestizidfreie und nachhaltige Landwirtschaft gestellt werden.

Neben dem Befall mit der aus Asien stammenden Varroamilbe zählen vor allem der Strukturmangel der Landschaft und der Lebensraumverlust, welche zu einer unzureichenden quantitativen und vielfältigen Pollenversorgung führen, sowie der Einsatz von Pestiziden zu den Ursachen des Bienensterbens. Insbesondere das Zusammenspiel all dieser Faktoren hat unvorhersehbare Konsequenzen für die Bienen. Das Bienensterben ist somit eine direkte Konsequenz der Intensivierung der heimischen Landwirtschaft.

natur&ëmwelt und Greenpeace sind, in Anbetracht der gemeinsamen Ziele, überrascht über die teils heftigen Reaktionen gegen die Kampagne. natur&ëmwelt und Greenpeace kritisieren weder die Luxemburger Imker noch stellt die gemeinsame Kampagne eine Attacke gegen die hiesigen Landwirte dar. natur&ëmwelt und Greenpeace fordern eine nachhaltige Neuorientierung der luxemburgischen Landwirtschaftspolitik, die vor allem den Bienen und den Bauern zugute kommen würde.

natur&ëmwelt und Greenpeace hoffen, dass alle Organisationen und Gremien, die sich für den Bienenschutz engagieren, an einem gemeinsamen Strang ziehen: für den Schutz der Bienen !

Besuchen Sie unsere Webseite www.savethebees.lu

 

(1) die Petition zum Schutz der Bienen kann online unterzeichnet werden auf: http://bit.ly/1eIL6TR (deutsche Version) bzw. http://bit.ly/1m4rYaC (französische Version)