Greenpeace begrüßt Luxemburg’s „Nein“ zu drei GMO-Maissorten

Communiqués de presse - janvier 25, 2017
Greenpeace Luxemburg begrüßt die Entscheidung der luxemburgischen Minister für Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft, am kommenden Freitag gegen die europaweite Zulassung von drei gentechnisch veränderten Maissorten zu stimmen. Die drei Minister hatten in einer heute veröffentlichten Stellungnahme die kritische Position Luxemburgs zu genmanipulierten Organismen bekräftigt. Luxemburg, so die drei Minister, werde sich europaweit und international gegen den Anbau von GMOs einzusetzen.

Am 27. Januar werden die Mitgliedsstaaten der EU über die Anbauzulassung der gentechnisch veränderten Maissorten Bt11 und 1507 sowie über die Wiederzulassung des Gen-Maises MON810 abstimmen. Bislang hatte lediglich Österreich seinen Widerstand gegen die europaweite Zulassung der drei GMOs öffentlich bekannt gegeben. 

„Greenpeace begrüßt die Entscheidung der luxemburgischen Minister, den Anbau dieser Genmais-Sorten nicht nur auf nationaler Ebene zu verbieten, sondern sich für ein europaweites Verbot einzusetzen“, erklärt Martina Holbach, Landwirtschaftscampaigner bei Greenpeace Luxemburg. „Nur ein europaweites Anbauverbot von GMOs kann unsere gentechnik-freie Landwirtschaft und den Biolandbau vor Kontaminationen durch Gen-Pflanzen schützen. Wir hoffen, dass sich jetzt weitere EU-Staaten der kritischen Haltung Luxemburgs und Österreichs anschließen und am Freitag die EU-Zulassung der drei GMO-Maissorten stoppen.“

 

Monsanto’s Genmais MON810, DuPont/Pioneer’s Genmais 1507 und Syngenta’s Genmais Bt11 produzieren einen einigen Giftstoff, das Bacillus thuringiensis (Bt). Die Bt-Toxine sollen die Larven von bestimmten Insektenschädlingen wie dem Maiszünsler töten. Doch Bt-Gifte sind nicht nur für Schädlinge gefährlich. Sie können sich auch negativ auf Nutzinsekten wie z.B. Schmetterlinge, Marienkäfer und Wasserinsekten auswirken. Die beiden Genmais-Sorten Bt11 und 1507 sind darüber hinaus auch so gentechnisch verändert, dass sie gegen das Herbizid Glufosinat resistent sind.

Einige EU-Staaten haben den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen auf nationaler Ebene durch die sogenannte „Opt-out“-Klausel verhindert. Für Greenpeace reichen diese nationalen GMO-Verbote nicht aus, um die Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Umwelt und Landwirtschaft zu verhindern.

 

Der EU-Binnenmarkt mit seiner Nachfrage nach gentechnikfreiem Saatgut sowie gentechnik-freien Futter- und Lebensmitteln erfordert einen europäischen Ansatz. Würde der Anbau von GMOs in einigen Ländern erlaubt, würde dies unweigerlich das Risiko von Kontaminationen erhöhen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Anbau von GMOs von den EU-Staaten einheitlich abgelehnt wird.

„GMO-Pflanzen haben keinen Platz in einer nachhaltigen Landwirtschaft. Jetzt ist es an der Zeit, dass die EU-Staaten über ihre Grenzen hinaus denken. Die Regierungen sollten gentechnisch veränderte Pflanzen nicht nur in ihrem eigenen Land, sondern überall verbieten, um die Umwelt zu schützen und eine gentechnik-freie Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung zu ermöglichen.“

Stellungnahme der Regierung.