Zulassung von Glyphosat:

Greenpeace fordert ein konsequentes Nein von der Regierung

Communiqués de presse - octobre 20, 2017
Luxemburg, 20. Oktober 2017 – Anläßlich der am kommenden Mittwoch bevorstehenden Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten über die Zulassung des Herbizids Glyphosat fordert Greenpeace die Gesundheitsministerin Mutsch, den Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Etgen und die Umweltministerin Dieschbourg auf, sich für ein sofortiges europaweites Verbot des Pflanzenvernichtungsmittels auszusprechen. Greenpeace bewertet die Position der Regierung, einer Zulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre nicht zustimmen zu wollen, als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Möglicherweise wird die EU-Kommission am Mittwoch kürzere Zulassungsperioden vorschlagen. Angesichts der Risiken für Umwelt und Gesundheit und des skandalösen Zulassungsverfahrens fordert Greenpeace von der Regierung ein konsequentes Nein zu Glyphosat.

 

Greenpeace fordert ein konsequentes Nein von der Regierung


Luxemburg, 20. Oktober 2017 – Anläßlich der am kommenden Mittwoch bevorstehenden Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten über die Zulassung des Herbizids Glyphosat fordert Greenpeace die Gesundheitsministerin Mutsch, den Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Etgen und die Umweltministerin Dieschbourg auf, sich für ein sofortiges europaweites Verbot des Pflanzenvernichtungsmittels auszusprechen. Greenpeace bewertet die Position der Regierung, einer Zulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre nicht zustimmen zu wollen, als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Möglicherweise wird die EU-Kommission am Mittwoch kürzere Zulassungsperioden vorschlagen. Angesichts der Risiken für Umwelt und Gesundheit und des skandalösen Zulassungsverfahrens fordert Greenpeace von der Regierung ein konsequentes Nein zu Glyphosat.

 

Im September dieses Jahres war bekannt geworden, dass die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei ihrer Glyphosat-Bewertung rund 100 Seiten wortwörtlich vom Glyphosat-Hersteller Monsanto abgeschrieben hat. Unter den kopierten Passagen befinden sich Informationen zur möglichen krebserregenden Wirkung, zur Gen-Toxizität und zur Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit.

 

„Die Menschen in Luxemburg und in Europa müssen sich darauf verlassen können, dass Behörden unabhängig agieren und transparent entscheiden. Umso mehr, wenn es um die Gesundheit von Menschen und Umwelt geht“, erklärt Martina Holbach, Campaigner bei Greenpeace Luxemburg.

 

Gestern hatte sich der Umweltausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit für den Ausstieg aus dem umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittel bis 2020 ausgesprochen. Weiterhin forderte der Ausschuss Maßnahmen, damit Unabhängigkeit und Qualität der wissenschaftlichen Gutachten, die im Rahmen der Zulassungsverfahren zur Bewertung herangezogen werden, gewährleistet werden.

 

Die europaweite Zulassung von Glyphosat läuft im Dezember 2017 aus. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Herbizid als für den Menschen wahrscheinlich krebserregend ein.

 

Bei der europaweiten Bürgerinitiative gegen Glyphosat sprachen sich weit über eine Million Bürger gegen die weitere Zulassung von Glyphosat aus und forderten den schrittweisen Ausstieg aus der Verwendung von Pestiziden in Europa.