Aktivitäten

Informationsseite - 8. November, 2011

„Kleine Jungs mit grossen Taten“

Greenpeace-Jugendreporterin Nora Hunziker (19) über die Greenboys aus Basel

In Berlin habe ich in einer kleinen, versteckten Buchhandlung das Buch „Öko-Krieger“ von Emily Hunter, der Tochter des Greenpeace-Gründers, Robert Hunter, gefunden.

Mein Zusammentreffen mit den aufgestellten Greenboys passte bestens zu diesem Buch. Das Buch berichtet von den verschiedensten Aktionen von UmweltaktivistInnen auf der ganzen Welt, welche von den Medien in diesen Ländern unter den Teppich gewischt werden. Zudem fordert es uns auf, nein, es reisst einem richtig mit, aktiv zu werden, um die Welt zu retten. (Ja, es ist auch ein Buchtipp!) Sie möchte, dass alle irgendetwas für die Umwelt tun, auf die Art und Weise, wie es zu ihnen passt.

Schon einige Tage vorher habe ich mich bereits riesig auf das Interview mit den Greenboys gefreut. Die vier Jungs haben sich per Post bei Greenpeace gemeldet und konnten es kaum glauben, dass sie sogar eine Antwort erhielten. In ihren Augen war Greenpeace ein riesiges und unerreichbares Ding. Nun, das ist es eben nicht.

Darf ich vorstellen? Anatole, Jakob, Jorma und Elio. Diese vier Jungs bilden den harten Kern des Greenteams „Greenboys“. Im Gesamten zählen sie sieben Mitglieder, wobei einer sogar in Amerika wohnt. Alle sind ca. 10 Jahre alt und voller Elan, die Umwelt zu schützen.

 

 

Sie haben sich am 26. Oktober 2011, also kurz nach den Nationalratswahlen, zusammengeschlossen. Zuerst wollten sie einen AKW-Nein- oder SVP-Nein-Club gründen. Ihrer Meinung nach schaut diese Partei überhaupt nicht zu unserer Erde, ganz im Gegenteil. Wenn wir es aber ganz genau nehmen, fing das Ganze an, als Anatole seinen ersten Umweltvortrag machte und danach richtig von diesem enorm wichtigen Thema hereingesogen wurde.

Die Greenboys haben bereits einige Aktionen durchgeführt. Sie halten alles in einem Tagebuch fest. Sie gehen einmal im Monat Müll sammeln, welcher von anderen, unter anderem solche, die um einiges älter als die Greenboys sind, achtungslos auf den Boden geworfen wurde. Zudem kontrollieren sie in allen Klassenzimmern, ob das Altpapier korrekt entsorgt wird.

Die Greenboys möchten neben diesen Aktionen auch herausfinden, was andere Menschen denken. Sie möchten ihnen vor allem ihr eigenes Wissen weitergeben und sie überzeugen, dass sie zur Umwelt Sorge tragen sollen. Dazu haben die kleinen Aktivisten zwei Umfragen durchgeführt. Das erste Mal fragten sie 64 Menschen verschiedenen Alters auf der Strasse, ob sie eher erneuerbare Energien, also Wind-, Wasser- oder Solarenergie, oder Atomenergie bevorzugen. Das zweite Mal führten sie eine Fastfood-Umfrage durch. Sie fragten wiederum Menschen auf der Strasse, ob es mehr Fastfood-Restaurants geben sollte oder nicht. Sie stellten auch kritische Fragen wie z.B., ob die Leute denn nicht unsicher seien, wenn sie in Fastfood-Restaurants Fleisch essen, bei dem sie gar nicht wissen woher es stammt.

Ein anderes Mal haben sie 55 Briefe im Quartier verteilt. Darin listeten sie einfache Energiespartipps, welche nicht viel Mühe kosten, auf. Unter anderem machten sie die Anwohner darauf aufmerksam, dass man den Computer nicht im Standby-Modus lassen soll und man das Licht abschalten soll, wenn man das WC verlässt. Jakob regte sich vor allem darüber auf, dass seine Nachbarn ständig mit dem Auto unterwegs seien, egal wohin. Steht das Auto vor dem Haus, sind sie zu Hause. Ist es nicht da, ist niemand zu Hause. Darauf kann er sich verlassen. Für ihn ist klar, dass man für kurze Strecken das Fahrrad nimmt und für längere die öffentlichen Verkehrsmittel.

Aber woher wissen diese jungen Menschen schon so viel? Zwei der vier Jungs besuchen den speziellen Unterricht für Begabtenförderung. Immer einen Morgen pro Woche dürfen die Kinder dort Themen behandeln, die sie interessieren. Sie dürfen in Bibliotheken gehen und im Internet surfen um tiefergehende Informationen zu erhalten. Aber die Informationsseiten extra für Kinder gehen ihnen nicht weit genug in die Tiefe. Sie möchten richtig informiert werden. Anatole machte z.B. einen Vortrag über ungerechte Tierhaltung. Ich war schockiert als er mir erzählte, dass an manchen Orten 21 Hühner auf einem Quadratmeter leben müssen. Natürlich kam bei mir sofort die Frage auf, ob die Jungs Fleisch essen. Sie erklärten mir, dass sie nur ein oder zwei Mal pro Woche Fleisch essen und dann nur Bio- oder Freiland-Fleisch. Und wichtig ist für sie, dass sie dann auch alles aufessen. Ich finde es sehr bewundernswert, dass sie schon in ihren jungen Jahren ihre Gelüste etwas reduzieren, da sie wissen, dass es anderen schadet.

Die vier Jungs nennen nicht nur jene Dinge, die in der Welt falsch laufen. Sie mögen es, untereinander zu diskutieren und mögliche Lösungen herauszufinden. Sie finden beispielsweise man sollte auf der Strasse auch Altpapiersammlungsstellen einrichten, damit die vielen Gratiszeitung, die zu oft achtlos auf den Boden geworfen werden, korrekt entsorgt werden können. Sie denken aber auch weiter und merken, dass gewisse „Spassvögel“ dann alle Abfälle, wie z.B. Kaugummis, in diese Altpapiersammlungen werfen würden. So kam bei ihnen die Idee auf, man könnte über der Sammelstelle einen Roboter aufstellen, der das ganze überwacht, nach dem rechten schaut und alle bestraft, die andere Abfälle hineinwerfen. Ob realistisch oder nicht, kreativ sind sie allemal!

Realistischer ist auf jeden Fall ihre Idee, dass man Abfall als Brennstoff für alle möglichen Fahrzeuge verwenden sollte.

Die Greenboys ergreifen auch Eigeninitiative. Sie werden im Sommer ein Gerät basteln, mit welchem sie mit Solarzellen Batterien aufladen können.

Die vier haben sehr viel Elan und Wissen. Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere merke ich, dass mich das alles überhaupt nicht interessiert hat. Deshalb erkundigte ich mich bei ihnen, was denn ihre gleichaltrigen Kollegen dazu sagen. Munter erzählten sie, dass sie manchmal Öko-Freaks oder Streber genannt und auch ein bisschen gehänselt werden. Einige provozieren sie auch, indem sie z.B. das Licht im WC absichtlich nicht ablöschen. Dies schreckt sie aber nicht ab, denn ihnen ist die Natur wichtiger. Und wie Jorma so schön sagte, können wir nicht ohne sie leben. 

Ihre Lieblingsorte in der Natur sind ganz verschieden. Alle vier fühlen sich an anderen Plätzen am wohlsten. Am See, im Wald, am Meer oder auf einem Berggipfel. Und trotzdem hält sie ihr Ziel zusammen. Ebenso verschieden sind ihre Traumberufe. Als ich in die Runde frage, kommen die verschiedensten Ideen auf: Biologie-Lehrer, Greenboys-Aktivist, Umweltwissenschaftler, Rennvelofahrer, Erfinder von ökologischen Sachen und Schreiner. Und all diese unterschiedlichen Kenntnisse braucht es, damit eine Gruppe funktioniert. Jeder kann was und kann mit seinem Wissen anderen helfen.

Während unserer Begegnung kam mir immer wieder der Spruch in den Sinn: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern!“

Sie haben sich unter anderem deshalb bei Greenpeace gemeldet. Sie möchten andere kleine Leute, Gleichgesinnte, finden und sie möchten ihnen zeigen, was sie bereits für Aktionen durchgeführt haben. Von erfahreneren Aktivisten möchten sie auch gerne Tipps annehmen. Zudem sind sie von Greenpeace begeisterst, weil die Organisation in ihren Augen viel erreicht hat. Früher sei es nur eine Idee, eine Utopie, gewesen und jetzt seien sie berühmt und ein Vorbild.

Die Begeisterung und das Wissen der vier Jungs haben mich ebenfalls motiviert und angespornt, mich noch mehr einzusetzen, mich selbst zu informieren und andere von meinen Erkenntnissen zu überzeugen.

 

„Taten statt warten!“

 

Das Afro-Pfingsten Festival steht für Freude, Musik, Tanz und Kultur in entspannter Atmosphäre. Jedes Jahr zum Pfingstwochenende strömen tausende nach Winterthur und schlendern durch die riesige Auswahl an Marktständen. Es gibt viel tolles zum Essen, Kleider, Schmuck, Spielzeug aus fernen Ländern und sogar Koch- Tanz- Gesangs- Perkussions- und andere Kurse, welche besucht werden können. Lesungen, Filme, Theater und Ausstellungen runden das spektakuläre Programm ab.

Und was hat das alles mit unseren Greenteams hier in der Schweiz zu tun?

Die Greenteams organisieren jedes Jahr einen Marktstand. Dieses Jahr war er zum Thema

„Urwaldschutz ist Klimaschutz“. Beim Marktstand haben die Greenteams als Orang Utans verkleidet die Leute auf die Urwaldzerstörung hingewiesen und Ihnen natürlich auch gezeigt, dass sie etwas dagegen machen können. Auch konnte man an unserem Stand eine feine vegane Bio glace probieren und sich dabei gleichzeitig das Zelt mit den vielen Infos anschauen. Wer wollte durfte auch etwas spenden, so sind ganze 300 Schweizer Franken zusammen gekommen! Diese werden wir wieder in unsere Waldkampagnen investieren.

Liebe Greenteamler, ich danke euch von ganzem Herzen für euren tollen Einsatz an der diesjährigen Afro-Pfingsten! Dank euch wurden hunderte Leute mit dem Urwaldschutz konfrontiert.

 

 

 

 

Wie gefährlich sind eigentlich AKWs?

 

Diese Frage stellten sich unsere jüngsten Greenteam-Aktivisten. Die Antwort war für Yannik und Mattéo so schockierend, dass sie gleich etwas dagegen unternehmen mussten. Folgender Bericht erreichte uns aus dem freiburgischen Villars-sûr-Gland zusammen mit einer stolze Spende, damit wir weiterhin gegen Kernkraft kämpfen können.

“Sag mal warum ist ein Kernkraftwerk eigentlich so gefährlich ?”, fragte Yannik Krone(10) seinen Vater nachdem er einen Bericht über das Kernkraft Mühleberg in der Nähe von Bern gesehen hat. “Das darf doch nicht wahr sein! Wir müssen etwas tun!” war Yanniks Fazit nach einer langen Diskussion.

 

Gesagt getan, Yannik diskutierte das Thema mit seinem besten Freund Mattéo  Ducrest(10) und die beiden entwickelten mit Hilfe Ihrer Klassenkameraden der Grundschule Cormanon einen Informationsstand zum Thema Kernenergie. Mitte März konnten die beiden ihre Ideen im Anschluss an den Gottesdienst in Villars-sur-Glâne präsentieren. Anhand eines selbstgebastelten Posters konnte man sich über die Entwicklung des CO2 Ausstosses in der Schweiz und über die Auswirkungen und Gefahren des Betriebes eines Kernkraftwerkes  informieren. Yannik und Mattéo erklärten den Interessierten die Problematik des Betriebes eines Kernkraftwerkes und machten dabei auch darauf aufmerksam, dass ca. 50% der aus der Kernspaltung gewonnenen Energie als Wärme verpufft, was nach Meinung der beiden, neben den eigentlichen Sicherheitsaspekten, ein weiterer Skandal ist.


 

Der Anlass war ein voller Erfolg, nicht nur weil Mattéo und Yannik ihre von alle Klassenkameraden selbstgebackenen Kuchen im Nu verkaufen konnten, sondern weil sich viele Kirchgänger sehr interessiert an den Anliegen von Yannik und Mattéo zeigten, was zu lebhaften Diskussionen in der Gemeinde Villars-sur-Glâne führte.

 

Herbstweekend auf dem Uetliberg

29. und 30 Oktober 2011, Uetliberg ZH

Erlebnisbericht von Yann Wirz

Nach dem Treffen im HB Zürich fuhren wir mi der S10 zur Endhaltestelle Üetliberg. Von da aus gingen wir mit dem ganzen Material zum Lagerhaus. Wir waren 9 Leute, 5 Kinder 4 Leiter, was leider ein bisschen wenig war. Das Lager war dennoch super.

Samstag nach der Ankunft im Lagerhaus richteten wir uns erstmals ein, bevor uns Kusi (Greenteam Koordinator) während dem Mittagessen, das Steffi (Patin) gekocht hatte, in die Themen einführte:

  •  Banner malen für die COP17 (Klimakonferenz in Südafrika), die dann dort ausgestellt werden.
  • „Päckli-action“! Dein Schulleiter erhält ein Packet, dass ihn dazu bewegen soll die Schule umweltfreundlicher zu machen.
  • Greenteam-Buttons selber machen.
  • Einen Video Workshop bei dem man einen neuen Werbespot für die Greenteams machen konnte.
  • Eigene Ideen

Wir begannen uns also zu überlegen was wir tun sollten. Alle ausser ich begannen ein Banner für die COP17 zu machen, Marius (Zivildienstleistender) und ich begannen damit einen „Stop-motion-Werbefilm“ zu machen.

Am Abend kochte Steffi wieder, es gab Kartoffeln mit viel Käse.

Am späterem Abend, ca. 9Uhr, gab es dann noch eine Überraschung, eine Kerzenwanderung durch den dunklen Wald, mit kleinen Texten an den Kerzen, wie: Bio, Solar oder „Wörld“. Am Ziel angekommen warteten schon Kusi und Marius um ein Lagerfeuer, mit süssen Datteln und Feigen. Kusi zeigte uns auch sein selbstkomponiertes Greenteam-Lied. Im dunkeln Fotografierte Marius etwas herum bis er auf eine witzige Idee kam, wenn er mit der Kamera lang belichtete könnte einer von uns mit Kusis Solartaschenlampe etwas schreiben. Danach ging es dann schnell ins Bett, damit wir für den Sonntag wieder fit sein würden.

Am Morgen fuhren wir nach kurzer Zeit weiter mit den Bannern und dem Film. Nach dem Mittag essen und einem lockerem Arbeitstag waren wir gegen 3Uhr fertig mit den Bannern und dem Film. Jetzt konnten wir uns noch Zeit nehmen um ein paar Buttons zu machen. Dann ging es ans Aufräumen des Hauses. Fertig mit der Arbeit hatten wir noch etwas Zeit bis wir auf den Zug mussten, die verbrachten wir mit Spielen, während das fleissige Duo, Jule und Markus (Patin und Pate) das ganze Haus staubsaugten.

Jetzt liefen wir zur Bahnstation wo wir die S10 zurück nach Zürich HB nahmen. Dort gab es dann leider schon den Abschied.

 

Ich freu mich uf es nächts mal, Yann Wirz (14)


----

Was für ein (AFFEN-)THEATER!

2.-7. Mai 2011, Wetzikon ZH, Greenteams by Greenpeace

„Du bist schuld, dass der Urwald abgeholzt wird!“ schmettert die junge Tochter Hope (Niyen, 9) ihrem Vater (Chris, 14) ins Gesicht.
Während einer Woche probten 19 junge Greenpeacer/innen, die Greenteams, das (AFFEN-) THEATER, welches sie selbst geschrieben haben. Krönendes Highlight waren die beiden mitreissenden Aufführungen zum Wochenschluss.


Rahel (14) malt mit künstlerischer Hand eine Urwaldblume, während nebenan der junge Alonso (9) fleissig Himmel färbt. Binnen zweier Tage basteln und malen die Kinder und Jugendlichen Requisiten und Kulisse. Unterstützt und inspiriert werden sie von den freiwilligen Gottis und Göttis von Greenpeace. Doch im Grunde arbeiten die Greenteams sehr selbständig, nur die Rahmenbedingungen werden vorgegeben.
Nicht nur Schauspiel und Kulisse gehören bei diesem Theater dazu, ein wichtiger Teil bildet die eigens dafür komponierte Theatermusik. Die Band aus Gitarre, Violine, Querflöte, Schlagzeug und Gesang, gespielt von Greenteams und Gottis/Göttis, verleiht dem Theater zusätzlichen Pep und regt die Schauspieler/innen zum Tanz an. Im Chorus singen Musiker/innen und Schauspieler/innen zum Abschluss des Theaters „jetzt gibt’s nur noch Veggie-Burger“.
Und was hat denn der Veggie-Burger mit dem Urwald zu tun? Genau um diese Frage dreht sich das Theater. In einem Fast-Food-Restautant wird der ständig steigende, übermässige, Fleischkonsum deutlich sichtbar. Um der zunehmenden Nachfrage und dem Preisdruck nachzugeben, bestellt das Restaurant sein Fleisch direkt in Brasilien. Doch auch in Brasilien wächst das Fleisch nicht an den Bäumen und so braucht es immer mehr Weideflächen. Da das Acker- und Weideland bereits ausgereizt ist, expandiert der Fleischproduzent Fleischman in den Urwald. Er rodet grosse Flächen um an immer mehr Weideland und Fläche für die Kraftfutterproduktion von Soja zu gelangen. Bis Hope, die Tochter des Fleischproduzenten Fleischman, ihrem Vater seine Taten vor Augen führt. Fleischman realisiert, dass er nicht nur Wald, sondern auch die Lebensgrundlage von Tieren und Ureinwohnern, durch seine Rodungen vernichtet. Erst jetzt begreift er, dass ein bisschen weniger Fleisch, dafür ab und zu ein Veggie-Burger eine gute Lösung für alle ist. Er bricht die Geschäftsbeziehung mit dem Fast-Food-Restaurant McDagobert ab und ermuntert sie auf Veggie-Burger zu setzen.
Happy-End? Ja, weniger Fleisch dafür mehr Leben für alle. Aber auch die Aufführungen waren ein Happy-End der Theaterwoche. Daraus resultiert ein Stück realer Urwaldschutz: die Kinder und Jugendlichen wollen das Geld spenden um ein Stück Urwald unter Schutz zu stellen.
Durch die professionelle Unterstützung der Theaterpädagogin Marianne Aubert und ihrer Assistentin Claudia Brunner führten die Greenteams dieses pfiffige Theater erfolgreich auf. Möglich wurde diese Theaterwoche nur dank den günstig zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten des Kulturzentrums Wetzikon und dem grossen Einsatz der freiwillgen Gottis/Göttis. Sie haben gekocht, musiziert, aufgeräumt, mit den Kindern in der Pause gespielt etc.  und überall wo es noch irgendetwas zu helfen gab, war jederzeit Yann Wirz (14) zur Stelle.

Speziellen Dank geht an (alphabetisch): Arjeta Qerreti, Beatrice Solms, Claudia Brunner, Dominic Schaufelberger (Kulti Wetzikon), Isabelle Ritter, Jule Krüger, Juri Stork, Marianne Aubert, Markus Puppato, Roman Gröbli (Kulti Wetzikon), Rumi Mersmann, Steffi Rothe, Thomas Schönenberg (Küche und Beiz-Vermietung), Yann Wirz


----

Aktionsbericht Rodung der Neophyten

26.03.2011, Egg ZH - Greenteam The environment heroes

...Was sind Neophyten?

Neos = neu
Phyton = Pflanze

Heben wir unseren Wäldern sorge!

Ersin Dincer, 16, Mitglied im Greenteam «The environment heroes»

Neophyten ist die Bezeichnung für Pflanzen, die erst seit der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns vorkommen. Diese gebietsfremden Pflanzen sind zum grössten Teil völlig harmlos (z.B. die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut). Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv: Sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind sogar gefährlich für unsere Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen. Alle diese Problempflanzen bezeichnet man als invasive Neophyten. Zur Zeit gelten in der Schweiz 22 Arten als nachweislich schädliche invasive Neophyten und 21 Arten als potentiell schädlich.
(Quelle: http://www.neophyt.ch/ - 21.04.2010)

Noephytenaktion EggHenrys Geissblatt: "Ich bin auch ein Neophyt und töte gerne Bäume"

In unserem Wald haben sich die Neophyten schon stark ausgebreitet und haben bereits einige Junge Bäume getötet. (Die Bäume waren zum Teil 2 Meter hoch)

Bei uns handelte es sich um Henrys Geissblatt. Diese Pflanze hat das Potenzial sich rasch und effizient auszubreiten. Das rasche Wachstum führt zu Dickichten die, die Waldverjüngung behindern können.

Unter meiner Leitung (Ersin Dincer - Greenteam The environment heroes) haben wir diese Aktion bei uns in der Region durchgeführt.
Als erstes habe ich Kontakt mit dem Umweltsekretär aufgenommen, der mir dann den Platz gezeigt hat. Danach gingen wir beim Werkhof grosse Abfallsäcke holen, da die Neophyten verbrannt werden müssen. Es folgte eine Sitzung mit unserem Greenteam. Wir haben die Aktion geplant und uns am folgenden Samstagmorgen getroffen. Die Aktion dauerte ca. 2.5 Stunden. Dabei konnten wir ungefähr 30 Kilo Pflanzen ausreisen und dem Wald ein bisschen mehr Platz schaffen.

Das Problem mit den Neophyten ist noch lange nicht gelöst, doch mit unserer Aktion konnten wir den Jungpflanzen Platz und Licht schaffen.
Die Aktion hat Spass gemacht und uns auch etwas aufgezeigt!

Heben wir unseren Wäldern sorge!

Ersin Dincer (Greenteam The environment heroes)

----

Aktionsbericht Stopp Urwaldzerstörung, Egg ZH

10.03.2011

Die Schweizer Grossbank UBS finanziert die Urwaldabholzung für Palmölplantagen in Indonesien, weshalb Greenpeace Schweiz im Dezember 2010 eine Unterschriftensammlung gestartet hat, bei der die Unterschiftskarten an den CEO der UBS gerichtet sind.

Um gegen diese Art von Urwaldzerstörung zu protestieren hat unser Greenteam unter der Leitung von Ersin Dincer eine Aktion in der Ortschaft Egg bei Zürich durchgeführt. Als ersten Schritt haben wir uns die Bewilligung der Behörden besorgt und dann in einer Versammlung den ganzen Ablauf der Aktion geplant.

Bei der Aktion konnten wir auf ein Oran Utan Kostüm und ein Schild zurückgreifen, auf dem stand „UBS - Bitte erhalte meinen Urwald.“ Für die Aktion haben wir 2 Stunden eingeplant und konnten viele PassantInnen ansprechen und aufklären und am Schluss hatten wir ein sehr gutes Fazit! Wir haben mehr als 150 Unterschriften gesammelt, die dann durch Greenpeace an die UBS geschickt wurden.

Wir sind stolz darauf, dass die Aktion so erfolgreich war und wir gleichzeitig auch in Egg zeigen konnten, dass es uns gibt. Und wir sind stolz darauf, einen Beitrag gegen die Abholzung des Urwaldes geleistet zu haben.

Ersin Dincer (Greenteam The environment heroes)

-----

Greenteam Herbstweekend 2010

10.11.2010

Am Wochenende des 30./31. Oktobers 2010 trafen sich die GreenteamerInnen zum diesjährigen Herbstweekend. Anders als die letzten Jahre arbeiteten wir diesmal im Greenpeace-Büro in Zürich, wobei wir uns das Gebäude mit den Aktivisten und ihrem Basic-Action-Training teilen mussten. Doch nicht nur der Ort des Herbstweekends war speziell, sondern auch sein Inhalt: Wir kümmerten uns ausschliesslich um das Greenteam-Theaterprojekt. Plakate malen, Werbeslogans und Titel finden, Drehbuch schreiben oder erste Szenen durchspielen standen auf der Arbeitsliste - Strassenaktionen planen und Infostände basteln verschoben wir auf nächstes Jahr.

Von einer am Samstag anwesenden Theaterpädagogin lernten die GreenteamerInnen, wie sie sich in einzelnen Szenen bühnenwirksam in Szene setzen, Dialoge sprechen, sich bewegen oder zum Publikum hin umdrehen. Eine spannende und zugleich anstrengende Arbeit, die das Herbstweekend für alle Beteiligten bereit hielt. Das Erlernte und die fachfrauischen Inputs wussten die jungen Schauspielerinnen und Regisseure im Anschluss an die praktische Lektion gekonnt umzusetzen und machten sich sogleich an das Überarbeiten und Weiterschreiben des Drehbuchs.

Nach einer kurzen Nacht auf dem harten Boden in einem unserer Sitzungsräume überliessen wir am Sonntag das Bürogebäude den Aktivisten und zogen uns in benachbarte Seminarräume zurück. Dort fanden wir die Ruhe, uns nach dem abwechslungsreichen, praktischen Vortag, mit den administrativen Belangen des Theaters zu beschäftigen. Eine Auflockerung bot neben dem kurzen Ausflug in den nahen Stadtpark das Brainstorming für die Kulissen. Ausgerüstet mit Schere, Leim, Farbstiften, Tierbildern und Broschüren attackierten wir die Pinwände und sammelten so die ersten Ideen für die Kulisse. Beflügelt von der Fantasie und der Kreativität entstanden ganze Urwälder auf Packpapier. Wenn das Wiederaufforsten in der Realität nur auch so einfach wäre...

-----

Bericht über die Afro-Pfingsten 2010

20.06.2010

Auch dieses Jahr waren wir als Greenteams in Winterthur an der Afro-Pfingsten vor Ort und haben fleissig Flyer verteilt, wortwörtlich den Affen gemacht und die Leute über die Missstände des Urwalds aufgeklärt.  Dieses Jahr war ein Greenteam dabei, die zum ersten Mal eine Aktion mit Greenteams durchgeführt haben. Sie haben sich super geschlagen und fleissig mitgeholfen, die Leute zu erreichen. So war unser Stand immer besetzt und viele haben sich gleichzeitig unter die Besuchermenge gemischt. Mit originellen Ideen wie Kinder schminken, Fotohalter und Kekse gegen Spende "verschenken":-), als Orang-Utan die Leute erschrecken und Poster verteilen sind insgesamt über 700 Franken zusammen gekommen. Was mit diesem vielen Geld angestellt wird, bestimmen wir am Greenteam Sommerweekend am 10. und 11. Juli.

Es war ein langer Tag, doch wir konnten am Abend eine sehr positive Bilanz ziehen und so haben sich alle Bemühungen im vornherein und am Tag der Aktion mächtig gelohnt!

Meret Nussbaum (Greenteam Uster)