Chemie
Die Industrie verschmutzt die Umwelt immer stärker mit giftigen Chemikalien und verbraucht Unmengen von Rohstoffen. Greenpeace setzt sich gegen die verantwortungslose Verwendung von Chemikalien ein, die eine Gefahr für die Umwelt und den Menschen darstellen. Greenpeace engagiert sich für die nachhaltige Veränderung von Produktionssystemen und Verbrauchsgewohnheiten. Das Ziel muss heissen: «Toxic Free Future» – giftfreie Zukunft.
Die Probleme
Die Chemische Industrie produziert zehntausende verschiedene Chemikalien und alle anderen Industriebranchen verwenden diese tagein tagaus. Darunter sind tausende Problemstoffe wie krebserregende, erbgutschädigende oder umweltgefährdende Substanzen, die sich auch in Alltagsprodukten wiederfinden. Bei Tausenden von Chemikalien sind die meisten unerwünschten Eigenschaften noch gar nicht untersucht. Hinzu kommt, dass bei der Produktion oder der Entsorgung bestimmter Produkte, wie etwa dem Problemkunststoff PVC, zusätzliche Giftstoffe, – darunter auch die ultragiftigen Dioxine – anfallen.
Grosse Sorgen bereitet auch das Abfallmanagement. Der massive Ausbau der Müllverbrennung hat dazu geführt, dass immer mehr Müll angefallen ist. Speziell die stark steigenden Mengen an Elektronikschrott stellen weltweit eine riesige Herausforderung dar, zumal diese beträchtliche Mengen an Giftstoffen wie zum Beispiel Blei und Cadmium enthalten.
Die Lösungen
Der Verzicht auf problematische Chemikalien ist zumeist sehr einfach möglich. So kommen zum Beispiel biologische Lebensmittel ganz ohne künstliche Pestizide aus. Für das Umweltgift PVC gibt es fast immer Alternativen aus anderen Materialien, seien es Linoleumböden oder Holzfenster.
Die Lösung für das Abfallmanagement ist altbekannt und bewährt: Müllvermeidung und Recycling.
Was wir tun
Greenpeace setzt sich seit mehr als zwanzig Jahren konsequent und erfolgreich für den Ersatz von giftigen Chemikalien und das Ende der Umweltverschmutzung mit giftigen Substanzen ein. So sind etwa giftige Weichmacher aus Kleinkinderspielzeug bereits verschwunden, die Dioxin-Luft-Emissionen sind nahezu kein Thema mehr.