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Migros-Mode immer noch ein M giftiger

Neue Labortest-Ergebnisse zeigen, dass Migros-Kinderjacken der Marke Trevolution alarmierende Mengen an Giftstoffen enthalten. Die Schadstoffkonzentrationen übersteigen um bis zu 600 mal den gültigen gesetzlichen Grenzwert für Spielzeuge und Babyartikel. Dies zeigt die von Greenpeace veröffentlichte Studie «Schadstoffe in Migros-Kinderjacken». In einem Email an Greenpeace meint das Bundesamt für Gesundheit dazu:

«Von den Herstellern von Kinderkleidern erwarten wir, dass sie ihre Selbstkontrolle wahrnehmen und klären, dass ihre Produkte mögliche gesundheitsgefährdende Stoffe nur in Mengen abgeben, welche gesundheitlich unbedenklich sind. Offensichtlich wurde die Sorgfaltspflicht nicht in dem Masse wahrgenommen, wie sie gesetzlich vorgegeben ist.»

Greenpeace fordert den Orangen Riesen auf, alle gefährlichen Chemikalien sofort aus Produkten und Produktion zu verbannen und am globalen Detox-Lösungsprozess teilzunehmen. Nur so kann die von der Textilindustrie verursachte Umweltverschmutzung und Gefährdung von Menschen in den Produktions- und Konsumländern gestoppt werden. Mit ihrer Detox-Kampagne konnte die Umweltschutz-Organisation weltweit bereits 17 Unternehmen wie Zara, H&M, Marks & Spencers und Coop dazu bewegen, konkrete Massnahmen zu ergreifen.

 

Die Migros zeigt sich gerne als Firma, die sich für die Umwelt und zukünftige Generationen engagiert. Mit «Generation M» gibt die Migros verbindliche Versprechen an die Generation von morgen ab, doch ein glaubwürdiges Detox-Versprechen hat sie bisher abgelehnt. Greenpeace fordert die Migros auf,  ihre Verantwortung wahrzunehmen und bis 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus der gesammten Produktionskette zu eliminieren.

Denn das ist bitter nötig: In der neuen Greenpeace-Studie «Schadstoffe in Textilien» waren von insgesamt sieben getesteten Kleidungsstücken der Eigenmarken von Migros und Coop keines schadstofffrei. Eine Kinder-Regenjacke der Migros-Marke Trevolution enthielt hohe Konzentrationen umwelt-  und gesundheitsschädlicher Weichmacher (Phthalate). Phthalate sind häufig in menschlichem Gewebe zu finden, unter anderem im Blut, in der Muttermilch und als Stoffwechselprodukte im Urin. «Da die berichteten aufgenommenen Mengen von Phthalaten bei Kindern erheblich höher sind, ist die gefundene Konzentration nicht akzeptabel», sagt Chemie-Expertin Mirjam Kopp von Greenpeace. Zusätzlich enthielt die Kinder-Regenjacke die höchste Konzentration von Fluortelomeralkoholen (FTOH), die Greenpeace bis anhin in Outdoor–Kleidung gemessen hat. FTOH gehören zu den PFC, welche als reproduktionstoxisch und hormonell wirksam bekannt sind.

In der Studie wies Greenpeace ausserdem in sechs von sieben getesteten Artikeln Nonylphenoletholxylate (NPE) nach. NPE bauen sich zu Nonylphenol (NP), einer giftigen, persistenten und hormonell wirksamen Chemikalie ab.

Hilf uns Migros ein M besser zu machen!

Unterstütze und kommentiere unserer Forderung nach giftfreier Mode auf Migipedia -  der Platform von Migros.  Migros, detox! Now!

Greenpeace hat vom Rechtsdienst der Migros einen Brief erhalten, wonach sich diese die Einleitung zivil- und strafrechtlicher Schritte vorbehält - wegen Verletzung der Marken- und Persönlichkeitsrechte, wegen unlauterem Wettbewerb und Rufschädigung.

Statt zu entgiften, fokussiert sich die Migros auf juristische Nebenschauplätze -  und wir fokussieren uns weiterhin darauf Migros zum Entgiften zu ermutigen -  denn wir glauben fest daran, dass Migros ein M besser sein kann.

Alle Detox-Reports

 

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