Aus begangenen Fehlern lernen
Fallstudien aus dem «entwickelten Norden» zeigen das Ausmass, in dem bereits ganze Regionen durch langlebige (nicht abbaubare) und bioakkumulative (sich anreichernde) Substanzen verseucht sind. Sie zeigen auch die immensen technischen, wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten, diese gefährlichen Chemikalien nach ihrer Freisetzung in die Umwelt wieder zu beseitigen, einschliesslich der enormen Kosten für Sanierungen.
Noch schlimmer ist, dass die Folgen für die Gesundheit von Mensch, Umwelt und die lokale Wirtschaft selten berücksichtigt werden. Viele dieser Auswirkungen sind irreversibel und nicht kalkulierbar.
Bei langlebigen oder bioakkumulativen Stoffen können diese Auswirkungen global sein, da viele von ihnen durch Meeresströmungen und über die Atmosphäre weit transportiert werden und sich bereits in den Polarregionen der Erde ansammeln.
In jenen Teilen der Erde mit schnell wachsender Industrialisierung besteht die Gefahr, dass die Ausgaben selbst für grundlegende umweltpolitische Massnahmen – geschweige denn für die Vermeidung gefährlicher Schadstoffe durch Substitutionen – als Bedrohung des Wirtschaftswachstums angesehen werden könnten.
Die Fallstudien zeigen, dass der kurzfristig kostengünstigste Weg zur Verwendung und Entsorgung gefährlicher Stoffe letztlich in hohen Kosten mündet. Diese müssen dann von den Unternehmen oder aber den Steuerzahlern getragen werden – meistens von beiden zusammen.
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