Umwelt Arena Spreitenbach

Greenpeace baut mit Axpo – die solare Zusammenarbeit zweier Kontrahenten

31 Kommentare
Story - 7. Juli, 2011
Was gewöhnungsbedürftig tönt, wird in diesen Wochen Realität: Rund 100 Axpo-Stifte montieren unter der Anleitung von Jugendsolar by Greenpeace auf dem Dach der Umwelt Arena Solarpanels: Es entsteht die grösste gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage der Schweiz.

Seitenansicht, wie die fertige Umwelt Arena aussehen wird.

© Umwelt Arena

 

Greenpeace hat mit diesem Projekt die Axpo dazu gebracht, erstmals im grossen Stil konkret ein Solarkraftwerk voranzutreiben. Die Axpo macht damit einen ersten kleinen Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft. Diesem müssen noch unzählige weitere folgen.

Die Idee der Zusammenarbeit von Greenpeace und Axpo für den gemeinsamen Bau des Solardaches auf der Umwelt Arena beruht auf der Initiative von Greenpeace und einer bestechenden Idee von Walter Schmid, dem Erfinder der „Kompogas“-Biogasanlagen: Schon beim Bau der Umwelt Arena sollte deren Konzept als Stätte der Debatte um, und der Präsentation von zukunftsfähigen Technologien vermittelt werden.

Aller solaren Zusammenarbeit zum Trotz wird Greenpeace keinen Millimeter abrücken von ihrer Kritik an den hoch problematischen Geschäften der Axpo rund um ihren Brennstoffbezug aus dem berüchtigten Atomkomplex in Majak.

> Medienmitteilung der Umweltarena zum Projektstart am 7.7.

 

 

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(nicht registriert) Köbi

(nicht registriert) Köbi sagt:

@Chrigel (14.7.11): Offenbar war mein Kommentar (9.7.11) zur KEV missverständlich.
Als Zugeständnis meinte ich, dass die Axpo auf ihrem gesamten Versorgungsgebiet (ca. 3Mio. Einwohner), vorübergehend die KEV übernimmt (wie einzelne EWs zb. RiiSeezPower, IWB...)
- Damit würden ca. 4000 Anlagen mit einer Jahresproduktion von 1,5TWh sofort gebaut.
- Da Planungssicherheit besteht, würden rasch neue Anlagen geplant (vor allem kleine PV).
- Der Boom bei erneuerbaren Energien (wie in Deutschland) würde sofort einsetzen und nicht erst in 2-6 Jahren, wenn die KEV entdeckelt wird.
- Die Axpo hätte ein Interesse an einer möglichst schnellen Enddeckelung und würde dementsprechend Lobbyiren, wodurch die Gefahr sinkt, dass der Deckel bleibt.

Die Axpo müsste dafür jährlich (während 1-3 Jahren) über 100Mio. Fr. ausgeben, also deutlich mehr als die 10'000-30'000 Fr. Gratisarbeit für diese PR-Aktion.

PS: Der Kommentar vom 3.7.11 ist von einem anderen Köbi.

Geposted 18. Juli, 2011 am 20:23 Missbrauch

(nicht registriert) Chrigel

(nicht registriert) Chrigel sagt:

Offenbar gibt es einige Verwirrung um dieses Projekt:

- GP behält seine Unabhängigkeit, es gibt keine Spenden oder Geldflüsse von der Axpo zu Greenpeace.

- Die Solaranlage auf der Umwelt Arena gehört zum Konzept des ganzen Gebäude und wurde NICHT für die KEV angemeldet. Das wurde auf Wunsch der Umwelt Arena so gemacht.

- Wir sind, nicht zuletzt dank GP, in einer Zeit angelangt, in der sich die Axpo nicht mehr ohne PR-Schaden vor solchen Projekten drücken kann!! Jetzt ist es an der Zeit einen Schritt weiter zu gehen und die Energiewende anzupacken!

es wäre naiv zu glauben, dass wir die Energiewende ohne die grossen Player schaffen können. Deshalb ist dieses Projekt eines das den Weg in die Zukunft zeigt.
Und klar ist auch, dass wir auch in Zukunft eine starke unabhängige GP brauchen, um die Energiekonzerne in die Pflicht zu nehmen.

Geposted 14. Juli, 2011 am 8:55 Missbrauch

(nicht registriert) Köbi

(nicht registriert) Köbi sagt:

Der Schweiz. Alpenclub SAC lässt sich von Axpo sponsern und Greenpeace legt diesem AKW-Konzern ein grünes Mäntelchen um! Ja und wozu? Hier geht es doch nur um eine Alibiübung zur Imageverbesserung der Axpo, die aber garantiert trotzdem nicht von ihren Atomprofitgeschäft abweichen wird - und wenn's dann schief geht bezahlt ja sowieso die Allgemeinheit. Ich bin echt enttäuscht über die naive Haltung von GP und SAC - beim letzteren bin ich deshalt bereits ausgetreten.

Geposted 13. Juli, 2011 am 11:16 Missbrauch

(nicht registriert) Bruno

(nicht registriert) Bruno sagt:

Den Gegner ins Boot nehmen und zusammenarbeiten ist immer hilfreich. So kann man etwas beim Gegner bewirken. Zusammenarbeit ja - Kompromisse nein!

Geposted 10. Juli, 2011 am 12:06 Missbrauch

(nicht registriert) Köbi

(nicht registriert) Köbi sagt:

Für mich sieht das ganze sehr nach Greenwashing aus. Angefangen bei der Umwelt Arena welche als Hauptpartner die ZKB und erdgaszürich hat. Weiter zur Axpo und Holcim als Industriepartner.

Ich sehe für die Umwelt keinen Gewinn durch diese Zusammenarbeit, da Greenpeace CH kein Zugeständnis (zb. Übernahme der KEV solange diese gedeckelt ist) der Axpo erreicht hat. Dass sich Greenpeace CH für solche Kampagnen einspannen lässt, finde ich deshalb sehr bedenklich. Damit wird der Axpo nur ermöglicht zu sagen, sie täten alles für einen Umstieg, obwohl dieser Illusorisch sei, da dazu zehntausende solcher Riesenanlagen nötig seien.

Vorallem fürchte ich, dass durch diese Zusammenarbeit die Kritik an der Axpo abnimmt. Wie letztes Jahr als Greenpeace CH mit dem Chef von BP Schweiz persönlich Telefonieren durfte und vor lauter Freude nicht gemerkt hat, dass dieser keinen Millimeter entgegengekommen ist. Seither ist es die Kritik verstummt.

Geposted 9. Juli, 2011 am 17:31 Missbrauch

(nicht registriert) Chäsi

(nicht registriert) Chäsi sagt:

ACHTUNG GREENWASHING!
Sorry, ich traue diesen Energiekonzernen nicht über den Weg - doch vielleicht ist diese Zusammenarbeit auch ein positives Resultat des langsam aufkommenden Drucks aus der Politik. Wird auch langsam Zeit.

Geposted 9. Juli, 2011 am 15:16 Missbrauch

(nicht registriert) LUO cooperation

(nicht registriert) LUO cooperation sagt:

kooperationen sind grundsätzlich immer die bessere, effektivere lösung. allerdings sehe ich der sache auch mit gemischten gefühlen entgegen, denn der wwf usa (hände weg!) hat erst grad eindrücklich bewiesen, was aus der zusammenarbeit mit "monsanto" (gen-pflanzen-hersteller) resultiert.
der europäische wwf leidet unter den machenschaften vom wwf usa, steht aber offensichtlich unter dessen diktat, weil er sich nicht eindeutig und mit aller vehemenz distanziert.

Geposted 8. Juli, 2011 am 1:06 Missbrauch

(nicht registriert) Peter

(nicht registriert) Peter sagt:

Eine heikle Sache, aber doch ein Fortschritt.
Die Lehrlinge von heute sind schliesslich die Chefs von morgen.

Geposted 8. Juli, 2011 am 0:37 Missbrauch

(nicht registriert) Laubfrosch

(nicht registriert) Laubfrosch sagt:

Aus meiner Sicht, ist dieses Projekt ein Schritt, ja sozusagen ein Meilenstein, in die richtige Richtung. Gemeinsam Kräfte einsetzen, wo gegenseitgie Interessen vorhanden sind. Zusammenarbeiten statt gegenseitig beschuldigen und bekämpfen, das bringt der Erde, ihrer Ressourcen und uns allen am Meisten.

Freundliche Grüsse

Geposted 7. Juli, 2011 am 22:04 Missbrauch

(nicht registriert) Marianne

(nicht registriert) Marianne sagt:

Das lässt hoffen. Eine geniale Sache, diese Zusammenarbeit. Beeindruckend von beiden Seiten.

Geposted 7. Juli, 2011 am 21:59 Missbrauch

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